Was ein Hai mit ei­nem Flug­zeug zu tun hat

Aus­stel­lung Im Na­tur­park-Haus gibt es an­hand von Ex­pe­ri­men­ten viel über Bio­nik zu ler­nen

Schwabmuenchner Allgemeine - - Raum Bobingen | Stauden - VON CA­RO­LI­NE WAL­TER Die Aus­stel­lung läuft bis zum 10. Sep­tem­ber, die Öff­nungs­zei­ten sind Di­ens­tag bis Sonn­tag von 10 bis 17 Uhr.

Ober­schö­nen­feld Die Na­tur ist der bes­te Er­fin­der welt­weit. „Bio­nik“zeigt, dass der Mensch ver­sucht, die­se zu imi­tie­ren. Die Bio­nik ist die Ver­bin­dung von Bio­lo­gie und Tech­nik. Doch we­der Leo­nar­do da Vin­ci noch an­de­re gro­ße Tech­ni­ker kom­men an die Voll­kom­men­heit der Na­tur her­an. Von der Na­tur kön­nen wir viel ler­nen: von den Glüh­würm­chen das Ener­gie­spa­ren, vom Hai­fisch das rei­bungs­lo­se Glei­ten oder von den Vö­geln den un­fall­frei­en Flug­ver­kehr. Man­ches konn­ten Wis­sen­schaft­ler schon in un­se­rer Tech­nik um­set­zen, aber es gibt noch vie­les zu ent­de­cken. Im Na­tur­par­kHaus am Volks­kun­de­mu­se­um Ober­schö­nen­feld ist nun die Son­der­aus­stel­lung „Ide­en­la­bor-Na­tur Bio­nik“zu se­hen, wel­che in Zu­sam­men­ar­beit mit der Um­welt­zen­tra­le Ha­nau und der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Darm­stadt ent­stan­den ist.

Bei der Er­öff­nung der Aus­stel­lung wa­ren un­ter an­de­rem die stell­ver­tre­ten­de Land­rä­tin Sa­bi­ne Grün­wald, die Re­fe­ren­tin beim Um­welt­zen­trum Ha­nau, Ute Busch, so­wie der Ge­schäfts­füh­rer Werner Plat­te­der zu Gast. Auch die Schul­klas­se der neun­ten Jahr­gangs­stu­fe des Ru­dolf Die­sel Gym­na­si­ums Augs­burg nahm teil.

Als Grün­der­va­ter der Bio­nik gilt Leo­nar­do da Vin­ci. Er be­ob­ach­te­te in der Na­tur die Kunst des Flie­gens bei In­sek­ten und Vö­geln und ent­wi­ckel­te dar­aus sei­ne ers­ten Flug­ap­pa­ra­te. Auch die Idee für die Er­fin­dung des Klett­ver­schlus­ses des Schwei­zers Ge­or­ges de Mes­tral hat ih­ren Ur­sprung in der Na­tur. Er leg­te die Früch­te un­ter sein Mi­kro­skop und ent­deck­te da­bei, dass die schein­bar ge­ra­de en­den­den Bors­ten der Klet­te an ih­rem En­de ein win­zi­ges Häk­chen tra­gen. Mes­tral sah da­rin ei­ne Mög­lich­keit, auf ein­fa­che Wei­se zwei Ma­te­ria­li­en re­ver­si­bel zu ver­bin­den.

Ute Busch zeig­te in ih­rem Vor­trag an­hand ei­nes Bei­spiels, wie stark der Klett­ver­schluss Ma­te­ria­li­en zu­sam­men­hält. Al­lein ein 100 Qua­drat­zen­ti­me­ter klei­ner Klett­ver­schluss hält ei­nem Ge­wicht von

Aus­stel­lung wur­de über zwölf Jah­re ent­wi­ckelt

18 Ki­lo stand. Für klei­ne und gro­ße Ent­de­cker ste­hen in der Aus­stel­lung Stän­de zum Ex­pe­ri­men­tie­ren zur Ver­fü­gung. Ei­ner zeigt die Funk­ti­on von Luft­strö­men auf. Hier kön­nen die Be­su­cher ei­nen Ping­pong-Ball mit­hil­fe ei­nes aus ei­ner Ma­schi­ne kom­men­den Wind­hauchs zum Schwe­ben brin­gen.

Auch ein Schwimm­an­zug, der es ei­nem er­mög­licht, auf 100 Me­ter bis zu 1,5 Se­kun­den schnel­ler zu sein, ist an die Haut ei­nes Hai­fi­sches an­ge­lehnt. Die Schup­pen schnell schwim­men­der Haie sind so auf­ge­baut, dass sie den Strö­mungs­wi­der­stand deut­lich ver­rin­gern.

Die Aus­stel­lung ist über zwölf Jah­re ent­wi­ckelt wor­den und war bis­her im mit­tel- und süd­deut­schen Raum zu se­hen.

Ge­öff­net

In der Son­der­aus­stel­lung „Ide­en­la­bor Na­tur Bio­nik“in­for­mie­ren sich Ce­ren und Em­ma über die Blinkspra­che der Kä­fer.

Fo­tos: Mar­cus Merk

Was hat ei­ne Hai­haut mit ei­nem Flug­zeug zu tun? Je­re­my und Ro­meo tes­ten im Na tur­park Haus den Rei­bungs­wi­der­stand des Tie­res.

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