Lich­ter holt Top Quo­ten mit „Ba­res für Ra­res“

Schwabmuenchner Allgemeine - - Panorama -

Los An­ge­les Am Sonn­tag wird Prinz Fre­de­ric von An­halt 74 Jahre alt – genau sechs Mo­na­te nach dem Tod sei­ner Frau Zsa Zsa Ga­bor. Die in Bu­da­pest ge­bo­re­ne Film­di­va war im Al­ter von 99 Jah­ren in Los An­ge­les ge­stor­ben. „Ei­ne Par­ty oh­ne mei­ne Frau – das ist zu trau­rig“, sag­te der ge­bür­ti­ge Deut­sche nun.

Er wohnt nach wie vor in ih­rer Lu­xus-Vil­la in Bel Air, in die er vor über 30 Jah­ren ein­zog. Sie ge­hört seit 2013 ei­nem In­ves­tor. Ga­bor hat­te le­bens­lan­ges Wohn­recht, er selbst kön­ne min­des­tens bis Ju­ni 2018 dort blei­ben, sag­te von An­halt. Und da­nach? Er ha­be sich schon ei­ne Pent­house-Woh­nung in Los An­ge­les ge­kauft. „Aber ich ge­he mal da­von aus, dass ich in Ber­lin en­den wer­de.“Noch im Ju­ni be­gin­nen Dreh­ar­bei­ten zu ei­ner US-Do­ku über Ga­bors Le­ben. Von An­halt plant zu­dem in New York ei­ne Schau, in der er ih­re Gar­de­ro­be zei­gen will.

Plä­ne für ei­ne Bei­set­zung ih­rer Ur­ne, die an sei­nem Bett steht, ha­be er da­ge­gen nicht: „Auch wenn es nur ei­ne Ur­ne mit Asche ist, mei­ne Frau ist im­mer um mich her­um.“ Ma­drid Nur ins­ge­samt zehn Nach­na­men ste­hen je­weils mehr als ei­ne Mil­li­on Mal in den Re­gis­tern Spa­ni­ens. Al­lei­ne drei Mil­lio­nen der 46,5 Mil­lio­nen Spa­nier hei­ßen Gar­cía mit Nach­na­men. Doch das könn­te sich deut­lich än­dern. Und zwar von Ju­li an. Mög­lich macht dies ei­ne neue Ver­wal­tungs­vor­schrift. Sie soll für mehr Viel­falt bei den Fa­mi­li­en­na­men in Spa­ni­en sor­gen – und für mehr Gleich­be­rech­ti­gung.

Da­zu muss man wis­sen, dass je­der Spa­nier gleich zwei Fa­mi­li­en­na­men hat, an ers­ter Stel­le den des Va­ters und an zwei­ter den der Mut­ter. Man be­hält sie ein Le­ben lang bei, auch ei­ne Hei­rat än­dert dar­an nichts. Im all­ge­mei­nen Sprach­ge­brauch ver­wen­den die meis­ten Spa­nier al­ler­dings nur ih­ren ers­ten Nach­na­men.

Nun müs­sen El­tern Neu­ge­bo­re­ner bin­nen drei­er Ta­ge ent­schei­den, wel­cher Nach­na­me bei der Re­gis­trie­rung ih­res Kin­des vor­ne ste­hen soll. Ent­ge­gen der Tra­di­ti­on kann das der der Mut­ter sein. Soll­ten sie sich nicht ei­ni­gen kön­nen, ent­schei­det der zu­stän­di­ge Stan­des­be­am­te.

Was nach ei­ner klei­nen Än­de­rung klingt, be­deu­tet ei­ne klei­ne Re­vo­lu­ti­on, er­klä­ren Sta­tis­ti­ker. Bei künf­ti­gen Ge­ne­ra­tio­nen wür­den sich die Na­men jetzt bes­ser ver­tei­len. Fe­mi­nis­tin­nen spre­chen vom En­de for­mel­ler Dis­kri­mi­nie­rung. Der Hö­hen­flug geht wei­ter: Auch mit der Abend­ver­si­on von Horst Lich­ters TV-Sen­dung „Ba­res für Ra­res“hat das den Nerv des Pu­bli­kums ge­trof­fen. Im Schnitt 6,38 Mil­lio­nen Zu­schau­er ver­folg­ten am Don­ners­tag die 90 Mi­nu­ten lan­ge Aus­ga­be der Trö­del-Show. Der Markt­an­teil be­trug 23,8 Pro­zent. Be­reits um 15.05 Uhr hat­ten 2,29 Mil­lio­nen Zu­schau­er (21,8 Pro­zent) Lich­ters werk­täg­li­che Sen­dung „Ba­res für Ra­res“ge­se­hen – und um 19.30 Uhr noch ein­mal 0,91 Mil­lio­nen Zu­schau­er (4,0 Pro­zent) auf

ZDF

Fo­to: dpa

Horst Lich­ter ist mit sei­ner Trö­del Show der­zeit un­heim­lich er­folg­reich.

F. von An­halt

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