Metz­ger tobt wie ein Stier

Pro­zess in Aichach

Schwabmuenchner Allgemeine - - Region Augsburg -

Aichach Der An­ge­klag­te spricht von Film­riss, sein Va­ter nennt ihn ei­nen „Depp“und der Rich­ter macht ei­nen tie­ri­schen Ver­gleich. Die 2,3 Pro­mil­le ei­nes Metz­gers am Drei­kö­nigs­tag, der voll­trun­ken zwei ge­park­te Au­tos an­fährt und an­schlie­ßend flüch­tet, blei­ben in Schilt­berg und be­son­ders in der Aich­a­cher Po­li­zei­in­spek­ti­on nach­drück­lich in Er­in­ne­rung. Denn dort ras­tet er nach sei­ner Fest­nah­me kom­plett aus. Der Auf­tritt und der Ver­such, die Blut­ab­nah­me zu ver­hin­dern, er­in­nert Rich­ter Wal­ter Hell an ei­nen „to­ben­den Stier“. Hell folgt mit sei­nem Ur­teil für die Straf­ta­ten­lat­te (Trun­ken­heits­fahrt, Un­fall­flucht, Wi­der­stand ge­gen Be­am­te, Be­lei­di­gung, Be­dro­hung) dem Staats­an­walt. Der 34-jäh­ri­ge nicht Vor­be­straf­te muss 3900 Eu­ro Stra­fe be­zah­len und kann frü­hes­tens in ei­nem Jahr sei­nen Füh­rer­schein wie­der be­an­tra­gen.

(cli)

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