Dar­un­ter lei­den vie­le Frau­en ab 40

Vor­trag zu Myo­men in der Ge­bär­mut­ter

Schwabmuenchner Allgemeine - - Region !ugsburg - O Vor­trag Die Ver­an­stal­tung be­ginnt am Mon­tag, 26. Ju­ni, um 19.30 Uhr im Bür­ger­saal Stadt­ber­gen. Ein­tritt: 5 Eu­ro.

Stadt­ber­gen Frau­en ab 40 Jah­ren lei­den häu­fig un­ter Wu­che­run­gen an der Ge­bär­mut­ter, so­ge­nann­ten Myo­men. „Wu­che­rung“klingt so, als han­de­le es sich um Krebs. In den meis­ten Fäl­len sind die Myo­me aber gut­ar­tig. Den­noch ver­ur­sa­chen sie oft Be­schwer­den: ein Druck­ge­fühl oder so­gar Schmer­zen im Un­ter­leib, ver­stärk­te oder län­ger dau­ern­de Re­gel­blu­tun­gen. Ist da­durch die Le­bens­qua­li­tät deut­lich ein­ge­schränkt, dann wird die­sen Frau­en emp­foh­len, die Ge­bär­mut­ter ent­fer­nen zu las­sen. Der Di­rek­tor der Kli­nik für Dia­gnos­ti­sche und In­ter­ven­tio­nel­le Ra­dio­lo­gie des Kli­ni­kums, Prof. Tho­mas Kröncke, stellt im Bür­ger­saal ei­nen we­ni­ger dras­ti­schen, noch we­nig be­kann­ten nicht-ope­ra­ti­ven Ein­griff vor.

Gut­ar­ti­ge Myo­me der Ge­bär­mut­ter kom­men laut Kröncke bei je­der drit­ten Frau ab 40 vor. Und wie­der­um ein Drit­tel der Be­trof­fe­nen hat Be­schwer­den. Grund da­für sind La­ge und Grö­ße der Myo­me. So kann sich ein Myom na­he an der Ge­bär­mut­ter­schleim­haut be­fin­den und de­ren ge­re­gel­ten Ab­bau (der für die Re­gel­blu­tung ver­ant­wort­lich ist) stö­ren und zu Blut­stür­zen oder lan­gen Mens­trua­ti­ons­blu­tun­gen füh­ren. Aber vor der Ent­fer­nung der Ge­bär­mut­ter schre­cken vie­le zu­rück. Me­di­ka­men­te kön­nen nur für kur­ze Zeit Lin­de­rung brin­gen.

Als Al­ter­na­ti­ve bie­tet sich laut Kröncke die Myom-Em­bo­li­sa­ti­on an. Da­bei wer­den Blut­ge­fä­ße ver­ödet, die ein Myom er­näh­ren. Zu die­sem Zweck wird über die Leis­ten­schlag­ader in lo­ka­ler Be­täu­bung ein dün­ner Ka­the­ter bis zu den ge­eig­ne­ten Ge­fä­ßen vor­ge­scho­ben. Es han­delt sich nach den Wor­ten des Re­fe­ren­ten um ei­nen ef­fek­ti­ven, ri­si­ko­ar­men und scho­nen­den Ein­griff, der für die Mehr­heit der Pa­ti­en­tin­nen mit Myo­men in­fra­ge kommt. Durch­ge­führt wird er von spe­zi­ell aus­ge­bil­de­ten Ra­dio­lo­gen; mit­tels Rönt­gen­bil­dern wird der Ein­griff ge­steu­ert. Wie er ab­läuft, wird er im Vor­trag im Ein­zel­nen er­läu­tern.

Kröncke hat das Ver­fah­ren nach ei­ge­nen Wor­ten im Jahr 2000 an der Ber­li­ner Cha­rité ein­ge­führt und eta­bliert. Die Myom-Em­bo­li­sa­ti­on als Al­ter­na­ti­ve zur Ope­ra­ti­on sei aber in Augs­burg wie auch ganz Deutsch­land noch viel zu we­nig be­kannt. (an­da)

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