Nack­ter Ein­bre­cher ver­ur­teilt

Mann zerr­te Op­fer aus der Ba­de­wan­ne

Schwabmuenchner Allgemeine - - Bayern - VON STE­FAN KÜPPER

In­gol­stadt Der nack­te Ein­bre­cher, der ver­gan­ge­nen Som­mer über ei­ne In­gol­städ­te­rin in ih­rer Ba­de­wan­ne her­ge­fal­len war, ist am Land­ge­richt In­gol­stadt zu ei­ner Frei­heits­stra­fe von fünf Jah­ren ver­ur­teilt wor­den. Rich­ter Tho­mas Denz sprach den 32-Jäh­ri­gen un­ter an­de­rem we­gen ver­such­ter se­xu­el­ler Nö­ti­gung schul­dig. Nach Über­zeu­gung des Ge­richts ha­be er Sex von der Frau ge­wollt. Als Ver­ge­wal­ti­gungs­ver­such, ju­ris­tisch ein Un­ter­schied, sei sei­ne Tat nicht zu be­wer­ten. Dar­auf hat­te Staats­an­wäl­tin Sandra Krist plä­diert und acht­ein­halb Jah­re ge­for­dert. Sei­ne Ver­tei­di­ge­rin, Ma­ri­on Rei­sen­ho­fer, hat­te be­tont, dass es für die Ab­sicht ih­res Man­dan­ten, Sex zu er­zwin­gen, kei­ne ob­jek­ti­ven Hin­wei­se ge­be.

Sie kün­dig­te Re­vi­si­on an. Ihr Man­dant ist mas­siv vor­be­straft. Fast die Hälf­te sei­nes Le­bens war er nicht in Frei­heit. Ein­brü­che, Dro­gen­ge­schich­ten, Raub, Kör­per­ver­let­zung.

32 Jäh­ri­ger strei­tet se­xu­el­le Ab­sich­ten ab

Al­ler­dings ist er bis­her nie we­gen ei­nes Se­xu­al­de­likts ver­ur­teilt wor­den.

Zu dem Vor­fall war es ge­kom­men, als er ge­ra­de wie­der auf frei­em Fuß war. Die Ta­ge ha­be er mit Al­ko­hol und Dro­gen ver­bracht. Be­rauscht, so sei­ne Aus­sa­ge, be­gin­ne er in Häu­ser ein­zu­bre­chen. So auch dies­mal. Dass die 27-Jäh­ri­ge dort in ih­rer Ba­de­wan­ne lag, will er nicht be­merkt ha­ben. Er sei in Pa­nik ge­ra­ten, als er sie sah. Er ha­be ge­wollt, dass sie still sei, da­mit er nicht wie­der ins Ge­fäng­nis müs­se. Er ha­be sie ge­würgt, ge­schla­gen und aus der Wan­ne ge­zerrt. Sex aber ha­be er nicht ge­wollt. Ent­klei­det sei er ge­we­sen, weil er sich vor­her in der Woh­nung er­leich­tert und da­nach ei­ne Du­sche ge­sucht ha­be.

Sie hat­te sich – un­ter To­des­angst – hef­tig ge­wehrt und konn­te sich ret­ten. Ih­re Ver­let­zun­gen sei­en ver­heilt, das Trau­ma aber ge­blie­ben. Sie hat­te an dem Abend in der Wan­ne ge­le­gen, ei­ne Se­rie ge­schaut und er­war­tet, dass ihr Freund gleich heim­kom­me. Statt­des­sen öff­ne­te ein nack­ter Frem­der die Bad­t­ür.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.