Ab­wech­seln beim Brü­ten

Schwabmuenchner Allgemeine - - Magazin - Ca­pi­to@augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de Eu­er Team

Ita­li­en ist das Land, aus dem die Piz­za kommt. Dort wer­den auch ganz vie­le Nu­deln ge­ges­sen, die auf Ita­lie­nisch „Pas­ta“hei­ßen. Und vie­le Ita­lie­ner sind Ka­tho­li­ken. Was du beim Ur­laub in Ita­li­en be­ach­ten soll­test, das er­klärt dir Ben­imm-Ex­per­tin Su­san­ne Erd­mann hier und jetzt:

Wenn du schon ein­mal in Ita­li­en warst, ist dir be­stimmt auf­ge­fal­len, dass vie­le Men­schen sehr kin­der­freund­lich sind. Sie schimp­fen nicht gleich, wenn Kin­der mal et­was lau­ter sind. „In Ita­li­en hat die Fa­mi­lie ei­ne gro­ße Be­deu­tung und ,La Mam­ma‘ ist das Zen­trum der Fa­mi­lie“, er­klärt Su­san­ne Erd­mann. Das heißt aber nicht, dass du dich im Ur­laub total da­ne­ben­be­neh­men sollst. Und noch et­was ist dir in Ita­li­en viel­leicht auf­ge­fal­len: Kin­der sind dort län­ger wach. Das kommt auch da­her, weil recht spät ge­ges­sen wird.

● Es­sen In Ita­li­en gibt es im Re­stau­rant häu­fig meh­re­re Gän­ge. Nu­deln sind dort ei­ne Vor­spei­se. Sie wird „pri­mi piat­ti“ge­nannt. Ita­lie­ner es­sen Spa­ghet­ti oh­ne Löf­fel. Pro­bier doch mal aus, ob du das auch schaffst. Piz­za soll­te man im Re­stau­rant üb­ri­gens mit Mes­ser und Ga­bel es­sen.

● Strand Baust du ger­ne Sand­bur­gen mit gro­ßen Grä­ben? Das ist toll. Wenn du den Strand wie­der ver­lässt, soll­test du die ge­bud­del­ten Lö­cher im Sand aber wie­der zu­schüt­ten. War­um? Da­mit nie­mand hin­ein­tritt und sich ver­letzt. Und nimm dei­nen Müll mit oder wirf ihn in ei­nen Müll­ei­mer. Selbst wenn es ei­nen Rei­ni­gungs­dienst gibt, ge­hört es sich nicht, Ab­fall lie­gen zu las­sen. Üb­ri­gens: An man­chen Strän­den muss man in Ita­li­en Ein­tritt zah­len. Dort gibt es häu­fig auch Ba­de­meis­ter, den Ba­gni­no. Wenn dich ein Ba­de­meis­ter „an­pfeift“und dir An­wei­sun­gen gibt, soll­test du auf ihn hö­ren.

● Bel­la Fi­gu­ra Ita­lie­ner gel­ten als sehr stil­be­wusst und so­wohl Män­ner als auch Frau­en über­le­gen sich sehr aus­führ­lich, was sie an­zie­hen, be­vor sie aus dem Haus ge­hen. Da­für gibt es auch ei­nen Aus­druck: bel­la fi­gu­ra. Das heißt so viel wie „gu­ter Ein­druck“, „gut aus­se­hen“. Aus die­sem Grund sieht man ei­nen ty­pi­schen Ita­lie­ner auch nicht in kur­zen Ho­sen lau­fen oder mit Ba­de­lat­schen durch die Stadt ge­hen.

● Kir­che „Ita­li­en ist ein sehr ka­tho­li­sches Land“, sagt Su­san­ne Erd­mann. Es gibt dort vie­le Kir­chen. Da­her ist es auch sehr wahr­schein­lich, dass du mit dei­nen El­tern mal ein Got­tes­haus an­se­hen wirst. Sei dann ganz lei­se in der Kir­che, spiel nicht auf dem Han­dy her­um und ver­hal­te dich auch sonst ganz ru­hig. Die Gläu­bi­gen sol­len sich ja nicht ge­stört füh­len.

● Fer­ra­go­s­to Am 15. Au­gust fei­ern Ka­tho­li­ken „Ma­ria Him­mel­fahrt“und ganz Ita­li­en hat Ur­laub. Der Tag gilt auch als wärms­ter Tag des Jah­res und als Wen­de­punkt des Som­mers.

● Her­um­sit­zen Man­che Or­te in Ita­li­en sind so schön, dass man sich ger­ne auf den Bo­den set­zen und et­was gu­cken möch­te. Das se­hen man­che Städ­te aber nicht so ger­ne. In Rom wer­den hart­nä­ckig her­um­sit­zen­de Tou­ris­ten manch­mal so­gar mit Was­ser von Se­hens­wür­dig­kei­ten weg­ge­spritzt. (lea)

Mehr In­fos über Ben­imm-Ex­per­tin Su­san­ne Erd­mann fin­dest du im In­ter­net un­ter www.eti­ket­te­mit-stil.de.

Was ist denn mit dem Strau­ßen­kü­ken pas­siert? Ist es in ei­nen Topf mit schwar­zer Far­be ge­fal­len? Im Zoo der Stadt Müns­ter in Nord­rhein-West­fa­len sind vor ein paar Ta­gen neun Strau­ßen­kü­ken ge­schlüpft. Acht von ih­nen sind eher hell. Doch ei­nes von ih­nen ist schwarz. Das kommt nur sehr sel­ten vor, be­rich­te­te der Zoo nun. Die Eier, aus de­nen die Kü­ken ge­schlüpft sind, hat­te der Zoo ei­nem Strau­ßen­paar ins Nest ge­legt. Die Eier stamm­ten aus ei­ner Strau­ßen­farm. Das Strau­ßen­paar nahm die frem­den Eier an. Die Tie­re wech­sel­ten sich beim Brü­ten ab. Das ist in frei­er Na­tur in Afri­ka auch so. „Häu­fig sitzt die Hen­ne mit ih­rem grau­brau­nen Ge­fie­der tags­über auf den Ei­ern“, be­rich­te­te der Zoo. „In der Nacht wird sie vom Hahn ab­ge­löst.“

Su­san­ne Erd­mann

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