Die See­le ver­gisst nicht

Got­tes­dienst für Men­schen mit De­menz

Schwabmuenchner Allgemeine - - Raum Schwabmünchen - (SZ) Ei­ne An­mel­dung un­ter Te­le­fon 08232/96400 ist nur dann er­for­der lich, wenn ein Fahr­dienst be­nö­tigt wird.

Schwab­mün­chen Sie ver­ges­sen wo­mög­lich die Bi­bel­stel­le und ver­ste­hen viel­leicht auch die Pre­digt nicht – den­noch sind sie zum Mit­fei­ern und Be­ten be­son­ders ein­ge­la­den: In der Schwab­münch­ner Kran­ken­haus­ka­pel­le in der Wei­den­hart­stra­ße 35 fin­det am Sams­tag, 1. Ju­li, um 14 Uhr erst­mals ein Got­tes­dienst für Men­schen mit De­menz und ih­re An­ge­hö­ri­gen statt. Denn die Or­ga­ni­sa­to­ren der be­son­de­ren And­acht, die So­zi­al­sta­ti­on und Kli­nik­seel­sor­ge sind über­zeugt, dass die See­le nicht ver­gisst, „dass sie bei Gott ge­bor­gen ist“. „Auch beim Glau­ben gilt es bio­gra­fisch an­zu­knüp­fen“, er­klärt Eli­sa­beth Wil­helm-Jakob, Kran­ken­schwes­ter in der Ta­ges­pfle­ge St. Ga­b­ri­el und ge­ron­to­psych­ia­tri­sche Fach­kraft bei der So­zi­al­sta­ti­on. „Das kann ein ver­trau­tes Ge­bet sein, ein be­kann­ter Psalm oder ein lieb ge­won­ne­nes Lied, das die re­li­giö­se Er­in­ne­rung weckt.“Die­se Ri­tua­le bin­de man – so­fern ge­wünscht – be­hut­sam in den Be­treu­ungs­all­tag ein, er­klärt Bar­ba­ra Roh­rer, die eben­falls als Ge­ron­to­psych­ia­trie-Fach­frau die so­zia­le Be­treu­ung im Se­nio­ren­zen­trum Haus Ra­pha­el lei­tet. Die in­di­vi­du­el­le Spi­ri­tua­li­tät hat ein Pro­jekt im Blick, das Wil­helm-Jakob zu­sam­men mit To­bi­as Bai­ter ent­wi­ckelt hat. Bai­ter, der im Rah­men sei­ner Aus­bil­dung zum Dia­kon ein Ca­ri­tas-Prak­ti­kum in der Ta­ges­pfle­ge ab­sol­viert hat, hat da­für ei­ne mo­bi­le „Mi­ni­kir­che“auf­ge­baut. Da­zu ge­hö­ren auch aus­tausch­ba­re Bil­der der Kir­chen aus den Hei­mat­or­ten der Ta­ges­pfleg­gäs­te, mit de­nen sich gut ins Ge­spräch über den Glau­ben ein­stei­gen lässt.

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