Frau­en oh­ne Plan

Schwabmuenchner Allgemeine - - Meinung & Dialog -

Zu „DFB Frau­en blei­ben sit­zen“(Sport) vom 31. Ju­li:

Die Rat­lo­sig­keit über das Aus­schei­den und die Grün­de hier­für, so­wohl bei den DFB-Ver­ant­wort­li­chen wie auch bei den Me­di­en, kann ich mir beim bes­ten Wil­len nicht er­klä­ren. Be­reits im ers­ten Grup­pen­spiel – und das hat sich un­ver­än­dert fort­ge­setzt – war zu er­ken­nen, dass die Mann­schaft über sehr ho­hes tech­ni­sches Ni­veau ver­fügt, aber kei­nen Plan hat, die sich er­öff­nen­den Mög­lich­kei­ten zu En­de zu spie­len. Da­zu wur­den auch noch die Chan­cen, die man be­kam, ver­ge­ben. So war das Wei­ter­kom­men eben nur durch Tor­hü­ter­feh­ler und ver­wan­del­te Elf­me­ter mög­lich. Kein ein­zi­ges, wirk­lich her­aus­ge­spiel­tes Tor schoss die Mann­schaft, ern­te­te aber stets gro­ßes Lob von der Bun­des­trai­ne­rin. Der war zwar die man­geln­de Chan­cen­aus­wer­tung nicht ent­gan­gen, sie ver­trau­te aber stets dar­auf, dass der „Kno­ten“schon ir­gend­wann plat­zen wür­de. Jetzt auf die Mann­schaft zu schimp­fen, hal­te ich für falsch. Die Spie­le­rin­nen ha­ben er­kenn­bar kei­ne kla­re Vor­ga­be für ihr Spiel ge­habt.

Ernst Luibl, Me­ring

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