An­ony­me Ur­nen­be­stat­tung wird mög­lich

Klos­ter­lech­feld fasst die bis­he­ri­ge Sat­zung neu. Gre­mi­um lehnt zwei Bau­vor­an­fra­gen ab

Schwabmuenchner Allgemeine - - Schwabmünchen | Lechfeld - VON HIER­ONY­MUS SCHNEI­DER Klos­ter­lech­feld

Der zu­neh­men­de Wunsch nach Ur­nen­be­stat­tun­gen macht ei­ne Neu­re­ge­lung der Sat­zung über die öf­fent­li­che Be­stat­tungs­ein­rich­tung er­for­der­lich. Im öst­li­chen Be­reich des Klos­ter­lech­fel­der Fried­hofs wur­de ei­ne Flä­che zur Be­stat­tung von Aschen­res­ten nach Rück­ga­be ei­ner Ur­nen­ni­sche ge­schaf­fen. In die­sem Be­reich soll es künf­tig auch mög­lich sein, Ur­nen an­onym bei­zu­set­zen. Ent­we­der auf Wunsch des Ver­stor­be­nen oder weil kei­ne An­ge­hö­ri­gen vor­han­den sind, die sich um die Be­stat­tung küm­mern. In die­sen Fäl­len er­folgt kei­ne Kenn­zeich­nung der ge­nau­en Gr­ab­stel­le.

Um die­se an­ony­me Be­stat­tung zu er­mög­li­chen, muss die Be­stat­tungs­ord­nung neu ge­fasst wer­den. In der bis­he­ri­gen Sat­zung war dies noch nicht vor­ge­se­hen. Ne­ben der De­fi­ni­ti­on des an­ony­men Ur­nen­sam­mel­gra­bes wur­den auch die Nut­zungs­rech­te an Ur­nen­grä­bern von 15 auf zehn Jah­re re­du­ziert. Die Ge­bühr für ei­ne an­ony­me Ur­nen­be­stat­tung wur­de auf 50 Eu­ro fest­ge­setzt.

● Lo­go zur 200 Jahr Fei­er Das von der Ar­beits­ge­mein­schaft Pres­se und In­for­ma­ti­on er­ar­bei­te­te Lo­go für die 200-Jahr-Fei­er wur­de mit dem Schrift­zug „Ge­mein­de“er­gänzt. Dies wur­de in der vor­an­ge­gan­gen Sit­zung von Chris­toph Don­de­rer (FW) an­ge­regt. Da­mit soll deut­lich wer­den, dass nur die Ge­mein­de 200 Jah­re alt wird und das Klos­ter schon viel län­ger be­steht. Das neue Lo­go wur­de ein­stim­mig an­ge­nom­men.

● Bau und Um­welt­aus­schuss Drei Bau­vor­an­fra­gen wur­de oh­ne Ein­wän­de das Ein­ver­neh­men er­teilt. Pro­ble­ma­tisch er­wie­sen sich je­doch zwei Bau­vor­an­fra­gen von ver­schie­de­nen Bau­her­ren auf ei­nem Grund­stück in der Schul­stra­ße. Zum ei­nen ver­miss­ten die Ge­mein­de­rä­te ei­nen ge­nau­en La­ge­plan, wo ge­nau die ein­zel­nen Ge­bäu­de in die­sem Grund­stück ste­hen sol­len, zu­mal be­reits ein drit­ter Bau­an­trag für die­se Fl­ur­num­mer vor­liegt. Zum an­de­ren macht die Hö­he der ge­plan­ten Ge­bäu­de aus Brand­schutz­grün­den Pro­ble­me. Die First­hö­he von et­was mehr als zwölf Me­tern könn­te zwar vom Be­bau­ungs­plan to­le­riert wer­den, je­doch lie­gen die obers­ten Woh­nun­gen über acht Me­ter hoch. Wolf­gang Mayr-Schwar­zen­bach (SPD) wies auf ei­ne Be­spre­chung der Lech­feld­ge­mein­den über den Feu­er­wehr­be­darfs­plan hin. Dar­in wur­de fest­ge­legt, dass bei Woh­nun­gen über acht Me­ter Hö­he Per­so­nen im Brand­fall nur über ei­ne Dreh­lei­ter ge­ret­tet wer­den kön­nen. Da die Ge­mein­de Klos­ter­lech­feld nicht über ein Dreh­lei­ter­fahr­zeug ver­fügt und dem­nächst auch kei­nes kau­fen möch­te, kön­ne die­ser Bau­vor­an­fra­ge nicht zu­ge­stimmt wer­den.

● In­for­ma­tio­nen zum „Ge­mein­sa­men

Ent­wick­lungs­kon­zept Lechfeld“Bür­ger­meis­ter Ru­dolf Schnei­der in­for­mier­te den Ge­mein­de­rat über die Be­spre­chung der Bür­ger­meis­ter der Lech­feld­ge­mein­den vom 24. Ju­li: Der Feu­er­wehr­be­darfs­plan in sei­ner zwei­ten ge­än­der­ten Fas­sung und der Car­sha­ring-Plan wer­den in der Sep­tem­ber­sit­zung vor­ge­legt. Das Ver­kehrs­kon­zept Lechfeld wird von der Re­gie­rung von Schwa­ben ge­för­dert. Der­zeit fin­den Ver­kehrs­zäh­lun­gen statt, de­ren Er­geb­nis­se sol­len im Sep­tem­ber vor­lie­gen. Für die Ein­rich­tung di­gi­ta­ler In­fo-Stel­len der Ge­mein­den mit An­schluss an den Bay­ern-Hots­pot hat die Städ­te­bau­för­de­rung ei­nen Zu­schuss zu den Ge­mein­de­kos­ten von et­wa 5000 Eu­ro zu­ge­sagt. Die För­de­rung wei­te­rer Sta­tio­nen des Frie­dens­we­ges und der Ent­wick­lung der Tank­stel­len­sied­lung wird nicht als vor­dring­lich an­ge­se­hen. Für den bar­rie­re­frei­en Aus­bau des Bahn­hofs muss ein neu­es För­der­kon­zept vor­ge­legt wer­den.

● Lärm­schutz­zo­ne Die Auf­he­bung der en­ge­ren Lärm­schutz­zo­ne für die Lech­feld­ge­mein­den wur­de we­gen der mög­li­chen Sta­tio­nie­rung von Flug­zeu­gen des Typs A400M im Flie­ger­horst Lechfeld bis in die Jah­re 2022/23 aus­ge­setzt. Dies hat ne­ga­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die Er­schlie­ßung von Bau­ge­bie­ten.

Sym­bol­fo­to: Bern­hard Weiz­enegger

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