Von An­stren­gung kei­ne Spur

Schwabmuenchner Allgemeine - - Meinung & Dialog -

Zu „Ja, ich bin mit dem E Bi­ke da“(Rei se Jour­nal) vom 1. Au­gust:

Das E-Bi­ke hat sei­ne Be­rech­ti­gung, da­mit auch äl­te­re Leu­te wie­der in die Na­tur kom­men und sich wie­der be­we­gen. Al­ler­dings hat die gan­ze Sa­che we­nig mit dem ei­gent­li­chen Sinn des Rad­fah­rens zu tun, näm­lich dem Kör­per Leis­tung ab­zu­ver­lan­gen und die Mus­ku­la­tur ent­we­der zu er­hal­ten oder so­gar zu ver­grö­ßern. E-Bi­ke-Fah­rer er­kennt man schon von Wei­tem an der sorg­lo­sen Art, mit der sie auf dem Rad sit­zen, von An­stren­gung kei­ne Spur. Wenn man sel­ber mit 22 km/h da­hin­fährt, staunt man schon, wenn ei­nen äl­te­re Fah­rer auf elek­trisch mit we­sent­lich hö­he­rer Ge­schwin­dig­keit über­ho­len, als ob dies nichts wä­re. Und wenn es sich um äl­te­re Fah­rer han­delt, fragt man sich auch, ob ei­ne sol­che Fahr­wei­se noch als si­cher an­zu­se­hen ist. Schon öf­ter ha­be ich sel­ber er­lebt, dass Äl­te­re beim An­hal­ten ein­fach um­kip­pen, da das E-Rad ja ei­ni­ges schwe­rer ist als das nor­ma­le Fahr­rad. Und ob das E-Rad bei nur mä­ßi­ger Kör­per­be­las­tung dem Fah­rer kör­per­lich et­was bringt, möch­te ich doch stark be­zwei­feln.

Fritz Win­del, Lands­berg

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