Ein Rück­schlag für die Frie­dens­stadt

Schwabmuenchner Allgemeine - - Augsburg - Ros­wi­tha Schulz,

Zum Pro­gramm des Frie­dens­fes­tes und dem Ein­schrei­ten von Ober­bür­ger­meis ter Kurt Gribl:

Frie­den auf lokaler wie auch auf zwi­schen­staat­li­cher Ebe­ne be­trifft uns al­le. Ich ha­be es sehr be­grüßt, dass seit meh­re­ren Jah­ren ne­ben dem his­to­ri­schen Re­li­gi­ons­frie­den die Kon­flik­te und Pro­ble­me der Ge­gen­wart und de­ren Lö­sung The­men beim Ho­hen Augs­bur­ger Frie­dens­fest wa­ren. Da­zu ge­hört auch, dass die The­men of­fen dis­ku­tiert wer­den, oh­ne par­tei­po­li­ti­sche Ein­fluss­nah­me und oh­ne Vor­ur­tei­le. Herr Gribl möch­te nun den Rah­men für das Frie­dens­fest­pro­gramm fest­le­gen las­sen und die Pro­gramm­punk­te ge­neh­mi­gen. Ent­ge­gen sei­nen Be­haup­tun­gen ist dies ei­ne Zen­sur. Die 60 Ver­an­stal­tun­gen des Frie­dens­fest­pro­gramms wur­den von ei­nem brei­ten Ver­an­stal­ter­kreis or­ga­ni­siert, die zum gro­ßen Teil nicht im Kul­tur­aus­schuss ver­tre­ten sind. Die­se Or­ga­ni­sa­tio­nen, ein­schließ­lich der Frie­dens­or­ga­ni­sa­tio­nen in Augs­burg, sind von dem Ent­schei­dungs­pro­zess über das zu­künf­ti­ge Frie­dens­fest­pro­gramm aus­ge­schlos­sen. Die po­si­ti­ve Ent­wick­lung der letz­ten Jah­re ist da­mit be­en­det und es ist zu be­fürch­ten, dass die Frie­dens­stadt der Ge­gen­wart auf den Re­li­gi­ons­frie­den vor 450 Jah­ren re­du­ziert wird.

Augs­burg

Ar­chiv­fo­to: Sil­vio Wy­szen­grad

Vie­le Le­ser wün­schen sich, dass beim Pro­gramm fürs Frie­dens­fest mehr Mut mög­lich ist. Ge­gen die Ver­fü­gung des Ober­bür­ger meis­ters, das Pro­gramm vom Stadt­rat ab­seg­nen zu las­sen, weh­ren sie sich.

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