Ein Staat be­deu­tet ein jü­disch-ara­bi­scher Staat

Schwaebische Zeitung (Alb-Donau) - - MEINUNG & DIALOG -

Die re­gie­rungs­kri­ti­sche Zei­tung „Haa­retz“aus Is­ra­el be­wer­tet am Don­ners­tag das Tref­fen des US-Prä­si­den­ten Do­nald Trump mit Is­ra­els Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Ben­ja­min Ne­tan­ja­hu in Washington: „Erst­mals hat ein US-Prä­si­dent die Zwei-Staa­ten-Lö­sung bei­sei­te ge­scho­ben und Un­ter­stüt­zung für die Mög­lich­keit aus­ge­drückt, Is­ra­el in ei­nen bi­na­tio­na­len Staat zu ver­wan­deln. Kei­ne pa­läs­ti­nen­si­sche Au­to­no­mie, wie (der ul­tra­rech­te Bil­dungs­mi­nis­ter) Nafta­li Ben­nett es ger­ne hät­te. Kein Staat mi­nus, was Ben­ja­min Ne­tan­ja­hu vor­zie­hen wür­de. Ein jü­disch-ara­bi­scher Staat. Die­se Bot­schaft ist fast an­ti­zio­nis­tisch. Es ist zu be­zwei­feln, dass Do­nald Trump selbst die Be­deu­tung des­sen, was er ge­sagt hat, über­haupt ver­stan­den hat. Die­je­ni­gen Pa­läs­ti­nen­ser, die ei­nen Staat un­ter­stüt­zen, ha­ben ver­mut­lich freu­dig ge­fei­ert, wäh­rend Theo­dor Herzl, Ze'ev Ja­bo­tins­ky, Da­vid Ben Gu­ri­on und Rab­bi Abra­ham Iz­chak Kook sich in ih­ren Grä­bern um­ge­dreht ha­ben dürf­ten.“

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