36 homöopathische Mit­tel kön­nen bei Angst hel­fen

Je­der Pa­ti­ent muss je­doch selbst her­aus­fin­den, wel­ches Me­di­ka­ment zu ihm passt

Schwaebische Zeitung (Alb-Donau) - - PANORAMA - Von Su­san­ne Kuhn-Ur­ban

- Prü­fungs­angst und Leis­tungs­druck schei­nen auch in Laichin­gen The­ma zu sein. Et­wa 40 Be­su­cher sind am Mitt­woch zum Vor­trag der pro­mo­vier­ten Phy­si­ke­rin und Heil­prak­ti­ke­rin Ga­b­rie­le Meck­len­brauck aus Ulm ins Al­te Rat­haus ge­kom­men. Sie in­ter­es­sier­ten sich für ei­nen na­tur­heil­kund­li­chen An­satz, um mit ste­ti­gem Leis­tungs­druck bes­ser klar­zu­kom­men. Der Ver­ein für Ho­möo­pa­thie und Le­bens­pfle­ge Laichin­gen hat­te in Ko­ope­ra­ti­on mit der Volks­hoch­schu­le Blau­beu­ren-Laichin­gen-Schel­klin­gen ein­ge­la­den.

Vie­le Jun­ge Leu­te sa­ßen im Pu­bli­kum. „Kein Wun­der“, fand Ga­b­rie­le Meck­len­brauck, „die jun­gen Leu­te sind heu­te dau­ernd ir­gend­wel­chen Prü­fungs­si­tua­tio­nen aus­ge­setzt.“Bei den Äl­te­ren wer­de es et­was we­ni­ger. Doch ge­he es bei Prü­fun­gen nicht nur um Klas­sen­ar­bei­ten oder Ab­schluss­prü­fun­gen von Aus­bil­dung oder Füh­rer­schein. „Wer nicht ger­ne vor ei­ner Grup­pe spricht, oder wer aus ir­gend­wel­chen Grün­den un­ge­wollt im Mit­tel­punkt ste­hen muss, für den ist das schon ei­ne Prü­fung“, er­klär­te die Re­fe­ren­tin.

Die Angst zei­ge sich bei je­dem Men­schen in­di­vi­du­ell. Der ei­ne ist wie ge­lähmt, der nächs­te re­det wie ein Was­ser­fall. Ne­ben den Angst­ge­füh­len zeig­ten sich auch äu­ßer­li­che Sym­pto­me wie Kopf­schmer­zen, Zit­tern, Schwit­zen oder Atem­not. „Das ist ja auch kein Wun­der“, so die Heil­prak­ti­ke­rin. „Die Angst ist ein über­le­bens­not­wen­di­ges Ge­fühl. Da­zu aber müs­sen wir uns in die St­ein­zeit ver­set­zen, Au­ge in Au­ge mit dem Sä­bel­zahn­ti­ger. Dann müs­sen wir se­hen, dass wir schnell weg­kom­men. Da muss das Herz or­dent­lich ar­bei­ten, wir brau­chen kei­ne ver­nünf­ti­gen Ge­dan­ken aus un­se­rem Ge­dächt­nis ab­ru­fen.“Doch in der heu­ti­gen Zeit gibt es kei­ne wil­den Tie­re mehr im All­tag.

Die Angst, die den­noch da ist, wenn auch vor nicht un­mit­tel­bar le­bens­be­droh­li­chen Si­tua­tio­nen, müs­se an­der­wei­tig in Griff be­kom­men wer­den.

Hier kön­ne die Ho­möo­pa­thie ei­ne wert­vol­le Hil­fe sein. Al­ler­dings wir­ken homöopathische Mit­tel nicht ge­ne­rell gleich, sie müss­ten ganz auf den Pa­ti­en­ten ab­ge­stimmt sein. Ins­ge­samt 36 homöopathische Mit­tel könn­ten bei Angst­zu­stän­den hel­fen. Wel­che dies sind, las­se sich vor al­lem an­hand der Sym­pto­me her­aus­fin­den. So könn­te je­man­dem, der wäh­rend der Prü­fung ei­ne in­ne­re Lee­re spürt, wie ge­lähmt ist, un­ter Schweiß­aus­brü­chen lei­det und nur noch raus aus der Si­tua­ti­on möch­te, das Mit­tel Gels­e­mi­um Sem­per­vi­rens (Gel­ber Jas­min) hel­fen. Wer da­ge­gen in­ner­lich pa­nisch, äu­ßer­lich je­doch sehr selbst­be­wusst da­her kommt, der könn­te Ly­co­po­di­um cal­vatum ein­neh­men. In akri­bi­scher „Selbst­er­for­schungs­ar­beit“müs­sen al­so sämt­li­che Sym­pto­me her­aus­ge­fun­den wer­den. Um­so ge­nau­er könn­ten dann die hilf­rei­chen Mit­tel ge­fun­den wer­den.

FO­TO: DPA

Ängs­te sind be­han­del­bar, auch mit Me­di­ka­men­ten aus dem Be­reich der Ho­möo­pa­thie.

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