Be­hör­den se­hen kei­ne Feh­ler im Mord­fall Su­san­na F.

Schwaebische Zeitung (Biberach) - - NACHRICHTEN & HINTERGRUND -

WIES­BA­DEN/MAINZ (epd) - Bei der Su­che nach der er­mor­de­ten Main­zer Schü­le­rin Su­san­na F. und dem Um­gang mit dem mut­maß­li­chen Tä­ter ha­ben die Be­hör­den in Hes­sen und Rhein­land-Pfalz nach ei­ge­ner Darstel­lung kei­ne Feh­ler be­gan­gen. Der hes­si­sche In­nen­mi­nis­ter Pe­ter Beuth (CDU) wies am Don­ners­tag bei ei­ner ge­mein­sa­men Sit­zung von Rechts­und In­nen­aus­schuss des Wies­ba­de­ner Land­tags Vor­wür­fe zu­rück, der ira­ki­sche Flücht­ling Ali B. hät­te be­reits in sein Hei­mat­land ab­ge­scho­ben wer­den müs­sen. Das sei nicht mög­lich ge­we­sen, da der Ira­ker ge­gen den ab­ge­lehn­ten Asyl­an­trag ge­klagt ha­be und auf­grund ei­ner bun­des­wei­ten Re­ge­lung oh­ne­hin nur ver­ur­teil­te Straf­tä­ter in den Irak ab­ge­scho­ben wer­den dürf­ten.

Kor­rekt war nach Darstel­lung der Be­hör­den auch die Ent­schei­dung, den mut­maß­li­chen Mör­der von Su­san­na F. nicht we­gen an­de­rer De­lik­te in Un­ter­su­chungs­haft zu neh­men. Seit Früh­jahr 2018 war Ali B. we­gen meh­re­rer De­lik­te ins Vi­sier der Po­li­zei ge­ra­ten, un­ter an­de­rem im Zu­sam­men­hang mit ei­ner Ver­ge­wal­ti­gung und ei­nem schwe­ren Raub. Al­ler­dings gab es in kei­nem Fall ei­nen drin­gen­den Tat­ver­dacht, der Vor­aus­set­zung für ei­ne In­haf­tie­rung ge­we­sen wä­re.

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