De­bat­te über Ab­schie­bun­gen

For­de­rung nach Fest­set­zung von Ra­di­ka­len wird laut

Schwaebische Zeitung (Friedrichshafen) - - ERSTE SEITE -

(dpa) - Nach der blu­ti­gen Mes­ser­at­ta­cke ei­nes aus­rei­se­pflich­ti­gen Asyl­be­wer­bers in Ham­burg wird der Ruf nach ei­ner schär­fe­ren Ab­schie­be­pra­xis lau­ter. Der Tä­ter war den Lan­des­be­hör­den als Is­la­mist be­kannt, wur­de aber als nicht un­mit­tel­bar ge­fähr­lich ein­ge­stuft.

Die In­te­gra­ti­ons­be­auf­trag­te der CDU/CSU-Frak­ti­on im Bun­des­tag, Ce­mi­le Giou­s­ouf, er­klär­te: „Das Um­feld be­schreibt, dass es bei sei­ner Ra­di­ka­li­sie­rung zu­se­hen konn­te. Die Be­hör­den sa­hen kei­nen An­lass, die­sen Mann in Ab­schie­be­haft zu neh­men.“Ham­burgs In­nen­se­na­tor An­dy Gro­te (SPD) sag­te, es müs­se ge­prüft wer­den, ob die Be­hör­den al­len Hin­wei­sen auf ei­ne mög­li­che Ge­fähr­lich­keit des Tä­ters an­ge­mes­sen nach­ge­gan­gen sei­en.

Der CDU-In­nen­po­li­ti­ker Ar­min Schus­ter for­der­te in der „Welt am Sonn­tag“mehr Bun­des­kom­pe­ten­zen bei Rück­füh­run­gen aus­rei­se­pflich­ti­ger Asyl­be­wer­ber.

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