Schäu­b­le: Aus für „Cum-Ex“-Ak­ti­en­de­als war „au­ßer­ge­wöhn­lich kom­plex“

Schwaebische Zeitung (Laupheim) - - Wirtschaft -

(dpa) - Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäu­b­le (CDU/Fo­to: dpa) hat Vor­wür­fe zu­rück­ge­wie­sen, um­strit­te­ne Ak­ti­en­ge­schäf­te zu­las­ten der Staats­kas­sen zu spät per Ge­setz ge­stoppt zu ha­ben. Es ha­be kei­ne Ver­zö­ge­run­gen ge­ge­ben, sag­te Schäu­b­le vor dem Un­ter­su­chungs­aus­schuss des Bun­des­ta­ges. Lin­ke und Grü­ne spra­chen da­ge­gen von schwe­ren Ver­säum­nis­sen von Re­gie­rung und Auf­sicht. Schäu­b­le hielt da­ge­gen, we­ni­ge Mo­na­te nach sei­ner Amts­über­nah­me En­de Ok­to­ber 2009 ha­be er sich mit den „Cum-Ex“Kon­struk­ten und den un­zu­rei­chen­den ge­setz­li­chen Re­ge­lun­gen be­fasst und dann im Som­mer 2010 ei­ne Sys­tem­um­stel­lung ein­ge­lei­tet. Dass die neu­en Ge­set­zes­re­geln, mit de­nen das Steu­er­schlupf­loch ge­schlos­sen wur­de, dann erst zum 1. Ja­nu­ar 2012 in Kraft ge­tre­ten sei­en, ha­be auch an dem „au­ßer­ge­wöhn­lich kom­ple­xen“Ge­setz­ge­bungs­ver­fah­ren ge­le­gen. Auch sei die Um­stel­lung „au­ßer­ge­wöhn­lich an­spruchs­voll“ge­we­sen. Hin­zu ge­kom­men sei­en in­ten­si­ve Ab­stim­mun­gen mit den Län­dern. Da­bei sei es um die Auf­tei­lung des Auf­kom­mens aus der Ka­pi­tal­er­trag­steu­er ge­gan­gen.

FO­TO: DPA

Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäu­b­le (CDU).

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.