Mei­ne Stim­me für die De­mo­kra­tie

Schwaebische Zeitung (Laupheim) - - LAUPHEIM - Von Kat­ha­ri­na Brill

Na­tür­lich ge­he ich wäh­len. Es ist mei­ne ers­te Bun­des­tags­wahl und mei­ne Chan­ce, an der Politik teil­zu­ha­ben. Ob­wohl es sich nicht so an­fühlt, als könn­te ich mit mei­ner Stim­me Ein­fluss auf „die da oben“ha­ben. Letzt­end­lich sind es aber doch die Wäh­ler, die Po­li­ti­kern die Macht und das Ver­trau­en ge­ben, für uns zu ent­schei­den.

Bleibt nur noch die Fra­ge, wen ich wäh­le. Die Ent­schei­dung fällt gar nicht so leicht in die­sem Dschun­gel aus ähn­li­chen Wahl­ver­spre­chen und ewi­gen Dis­kus­sio­nen um die glei­chen The­men. Und wer weiß schon, was nur lee­re Ver­spre­chen sind und was nach der Wahl wirk­lich wahr wird? Aber schaut man auf die Politik in Län­dern wie der Tür­kei, wo den Men­schen im­mer mehr Rech­te und Frei­hei­ten ge­nom­men wer­den, soll­ten wir viel­leicht auch ein­fach froh um un­se­re kon­stan­te Volks­herr­schaft sein, statt nur zu kri­ti­sie­ren, dass sich zu we­nig ver­än­dert. In Län­dern wie Af­gha­nis­tan oder dem Irak, wo dau­er­haft Bür­ger­krieg herrscht, ris­kie­ren Men­schen ihr Le­ben, um die De­mo­kra­tie mit ih­rer Stim­me am Le­ben zu hal­ten. Un­se­re De­mo­kra­tie ist nichts Selbst­ver­ständ­li­ches. Al­so: Bit­te wäh­len ge­hen.

Kat­ha­ri­na Brill (21) stu­diert Ju­ra und Eth­no­lo­gie und ab­sol­viert zur­zeit ein Prak­ti­kum bei der „Schwä­bi­schen Zei­tung“.

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