CNC-Tech­nik kann fast al­les

Fach­kräf­te ge­fragt bei Pecha Kunst­stof­fe - Fa­mi­lie und Per­so­nal als Team

Schwaebische Zeitung (Laupheim) - - WAIN -

BAUSTETTEN (soru) - Bei der Fir­ma Pecha Kunst­stof­fe er­le­di­gen die com­pu­ter­ge­steu­er­ten Ma­schi­nen die ge­sam­te Ar­beit so scheint es auf den ers­ten Blick. Doch beim Rund­gang zeigt sich schnell: Das wich­ti­ge Know­how steht vor dem Ap­pa­rat. Das weiß Fir­men­grün­der und Ge­schäfts­füh­rer Ro­land Pecha sehr gut und ar­bei­tet im en­gen Aus­tausch mit sei­nen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern, um die ge­wünsch­te Qua­li­tät der Pro­duk­te zu er­rei­chen.

Der Kon­takt zwi­schen Chef und Mit­ar­bei­ter­schaft scheint da­bei ko­ope­ra­tiv und lo­cker. In der von Ta­ges­licht er­hell­ten Werks­hal­le ist die Stim­mung gut, und ein be­son­ders strah­len­des La­chen hat Ire­ne Beer im Ge­sicht. Sie er­zählt ger­ne, dass sie die ers­te Mit­ar­bei­te­rin von Pecha Kunst­stof­fe war. Seit 21 Jah­ren ar­bei­tet sie im Be­trieb.

Fach­kräf­te schwer zu fin­den

In dem hoch­tech­ni­sier­ten Ge­biet der CNC-Be­ar­bei­tung ist ein Un­ter­neh­men auf gut aus­ge­bil­de­te Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter und ein mo­ti­vier­tes Team an­ge­wie­sen. Das Ein­rich­ten der Ma­schi­nen und die Qua­li­täts­kon­trol­le kann nur qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal über­neh­men. Ei­ni­ge ein­fa­che­re Tä­tig­kei­ten über­neh­men an­ge­lern­te Kräf­te, auch Fe­ri­en­job­ber kom­men zum Ein­satz.

Au­to­ma­ti­sie­rung aus Per­so­nal­man­gel

„Wir müs­sen im­mer mehr au­to­ma­ti­sie­ren, weil uns die

AN­ZEI­GEN Fach­kräf­te feh­len“, be­schreibt Un­ter­neh­mer Pecha das Di­lem­ma. „Ei­nen qua­li­fi­zier­ten Zer­spa­nungs­me­cha­ni­ker fin­den Sie ei­gent­lich nicht“, so Ro­land Pecha.

Flücht­lin­ge als Chan­ce

Ei­ne gro­ße Chan­ce für die Wirt­schaft sieht er in der In­te­gra­ti­on jun­ger Flücht­lin­ge. Als Vor­sit­zen­der des Bun­des der Selb­stän­di­gen in Laupheim so­wie für den Kreis Bi­be­rach setzt Ro­land Pecha sich für die In­te­gra­ti­on ein. Zum neu­en Aus­bil­dungs­jahr be­ginnt ein jun­ger Mann aus dem sy­ri­schen Alep­po die Aus­bil­dung zum Zer­spa­nungs­me­cha­ni­ker. Ro­land Pecha setzt gro­ße Hoff­nun­gen in ihn: „Er bringt ei­ne gut fun­dier­te Schul­aus­bil­dung aus sei­ner Hei­mat mit, hat schnell Deutsch ge­lernt, und es war toll zu se­hen, wie er sich in un­se­re Mit­ar­bei­ter­schaft ein­ge­fun­den hat.“

Mit Mut und Be­geis­te­rung

Vor 25 Jah­ren er­kann­te Ro­land Pecha sei­ne Chan­ce. Mit Bran­chen­kennt­nis aus­ge­stat­tet konn­te er sein Un­ter­neh­men mit kon­ti­nu­ier­li­chem Wachs­tum vor­an­brin­gen und ar­bei­tet heu­te ge­mein­sam mit Ehe­frau, Toch­ter und Sohn an der Zu­kunft der Pecha Kunst­stof­fe Gm­bH.

Ar­bei­ten ger­ne zu­sam­men

„Es hat sich so er­ge­ben“, kom­men­tiert Ma­ri­an­ne Pecha eher nüch­tern die Tat­sa­che, dass ih­re Fa­mi­lie ge­mein­sam ein er­folg­rei­ches Un­ter­neh­men führt.

Den­noch sieht man ihr und ih­rem Mann die Freu­de dar­über an, dass sich Sohn Do­mi­nik und Toch­ter Kon­stan­ze im Be­trieb ein­brin­gen. „Wir sit­zen jetzt beim Mit­tag­es­sen wie­der al­le vier an ei­nem Tisch, das ist ein­fach schön“, be­rich­tet Ro­land Pecha. Und sei­ne Ehe­frau er­gänzt: „Wir sind ein gu­tes Team mit den Kin­dern.“

Auch mit den 33 Mit­ar­bei­tern in Pro­duk­ti­on und Ver­wal­tung ge­ben die Pechas ein gu­tes Team ab. Hier hat je­der die Mög­lich­keit, sein Fach­wis­sen und sei­ne Fä­hig­kei­ten ein­zu­brin­gen. Vie­le lang­jäh­ri­ge Mit­ar­bei­ter tra­gen mit ih­rer Er­fah­rung zum Er­folg des Un­ter­neh­mens bei.

Nach dem Stu­di­um der Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten ist Do­mi­nik Pecha in den el­ter­li­chen Be­trieb ein­ge­stie­gen und seit 2016 als Ge­schäfts­füh­rer tä­tig. Kon­stan­ze Pecha hat wie ih­re Mut­ter Pro­ku­ra und un­ter­stützt die Ge­schäfts­lei­tung. Die 26Jäh­ri­ge stu­dier­te Ho­tel­ma­nage­ment und ent­schied sich, nach Laupheim zu­rück­zu­keh­ren. Die Nach­fol­ge ist so­mit ge­si­chert. Ei­ne Si­tua­ti­on, die nicht al­len Un­ter­neh­mern ver­gönnt ist.

Als ge­lern­ter In­dus­trie­kauf­mann war Ro­land Pecha in der Fahr­zeug­in­dus­trie und spä­ter als Pro­ku­rist in der kunst­stoff­ver­ar­bei­ten­den Bran­che tä­tig. 1992 bot sich die Chan­ce zur Selbst­stän­dig­keit. Die­se er­griff Pecha be­herzt und kann nun auf 25 Jah­re Fir­men­ge­schich­te zu­rück­bli­cken.

FO­TO: SON­JA RUPRECHT

Gu­te Stim­mung wäh­rend ei­ner Be­spre­chung (v.l.n.r.): Fir­men­grün­der Ro­land Pecha, Schicht­füh­rer und Pro­gram­mie­rer Da­ni­el Eg­le, Ge­schäfts­füh­rer Do­mi­nik Pecha und Mit­ar­bei­ter Jo­sef Koch ver­sam­meln ihr Fach­wis­sen und neh­men ein frisch pro­du­zier­tes Teil in Au­gen­schein.

FO­TO: SON­JA RUPRECHT

Ire­ne Beer war vor 21 Jah­ren die ers­te Mit­ar­bei­te­rin bei Pecha Kunst­stof­fe.

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