Leu­te

Schwaebische Zeitung (Laupheim) - - KULTUR -

Der Schau­spie­ler Da­ni­el Brühl (39, Fo­to: dpa) fühlt sich an­ge­sichts der La­ge in Ka­ta­lo­ni­en rat­los und ver­ängs­tigt. „Ich will kei­ne alar­mis­ti­schen Sze­na­ri­en an die Wand ma­len. Aber mich schau­dert, wenn ich mich um­schaue und mer­ke, wie der Kon­flikt an mich her­an­reicht, wie ich in mei­nem ganz per­sön­li­chen Um­feld Grä­ben be­ob­ach­te, die je­den Tag tie­fer wer­den“, sag­te der in Bar­ce­lo­na ge­bo­re­ne Schau­spie­ler in der „Süd­deut­schen Zei­tung“. Brühl, Sohn ei­nes Deut­schen und ei­ner Spa­nie­rin, be­klag­te die Eng­stir­nig­keit, die er jetzt in Ka­ta­lo­ni­en wahr­neh­me. Brühl sprach sich klar ge­gen ei­ne Ab­spal­tung Ka­ta­lo­ni­ens aus. Doch das har­te Durch­grei­fen Ma­drids wer­de den Se­pa­ra­tis­ten wie­der mehr Zu­lauf be­sche­ren. (dpa)

Der neue Meis­ter im deutsch­spra­chi­gen Poe­try Slam heißt Alex Burk­hard (Fo­to: Matthias Stehr). Der Büh­nen­dich­ter aus Mün­chen setz­te sich am Sams­tag­abend im Fi­na­le in Hannover durch. Der Skan­di­na­vist Burk­hard macht auch li­te­ra­ri­sches Ka­ba­rett und ist mit sei­nen So­lo­pro­gram­men un­ter­wegs. Das Team­fi­na­le hat­te kurz zu­vor das Duo „Heun und Söh­ne“mit Ju­li­an Heun und Da­vid Fried­rich aus Ber­lin und Ham­burg für sich ent­schie­den. Die nächs­te Meis­ter­schaft fin­det im No­vem­ber 2018 in Zü­rich statt. Erst­mals dür­fen dann auch Poe­ten aus Süd­ti­rol mit­ma­chen. (dpa)

Der Fil­me­ma­cher Ed­gar Reitz (Fo­to: dpa) hat mit sei­nem mo­nu­men­ta­len „Hei­mat“-Epos, des­sen ers­te Rei­he 1984 aus­ge­strahlt wur­de, in­ter­na­tio­na­le Film­ge­schich­te ge­schrie­ben. Jetzt wird er 85 Jah­re alt. Reitz lebt seit den 1950er-Jah­ren in Mün­chen. Die Land­schaft sei­ner Kind­heit und Ju­gend, den rhein­land-pfäl­zi­schen Huns­rück, wo gro­ße Tei­le des „Hei­mat“-Film­epos spie­len, ver­ließ er kurz nach dem Abitur und kehr­te erst zu den Dreh­ar­bei­ten zu­rück. „Als ich an­fing, war das Wort Hei­mat ta­bui­siert. Ich woll­te dem nach­spü­ren, was da an wirk­li­cher Le­bens­er­fah­rung drin­steckt. Heu­te kehrt al­les zu­rück in den na­tio­na­lis­ti­schen Sumpf, aus dem wir es mit Mü­he be­freit ha­ben. Da wird mir fast schlecht.“(dpa)

Der me­xi­ka­ni­sche Star­re­gis­seur Ale­jan­dro Gon­zá­lez Iñár­ri­tu (54, Fo­to: dpa) wird für sei­nen Vir­tualRea­li­ty-Film „Car­ne y Are­na“mit ei­nem Eh­renOs­car aus­ge­zeich­net. Das gab die Os­car-Aka­de­mie in Los Angeles be­kannt. Iñár­ri­tu und sein Ka­me­ra­mann Em­ma­nu­el Lu­bez­ki hät­ten mit ih­rem „stark emo­tio­na­len“Werk über Mi­gran­ten „neue Tü­ren für fil­mi­sche Wahr­neh­mung“ge­öff­net, sag­te Aka­de­mie-Chef John Bai­ley. Die Tro­phäe soll am 11. No­vem­ber im Rah­men der Go­ver­nor­sAwards-Ga­la in Los Angeles über­ge­ben wer­den. (dpa)

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