Spen­den beim Lie­der­abend

„In­su­lin zum Le­ben“: 1700 Eu­ro kom­men an Spen­den zu­sam­men

Schwaebische Zeitung (Laupheim) - - LAUPHEIM - Von Kurt Kiech­le

LAUPHEIM – Der Lie­der­abend zu Guns­ten des bun­des­wei­ten Hilfs­pro­jekts „In­su­lin zum Le­ben" hat ei­ne über Er­war­ten gro­ße Pu­bli­kums­re­so­nanz aus­ge­löst. Tho­mas und Le­na Wal­ter aus Burgrie­den ha­ben mit ih­ren All­tags­lie­dern Gu­tes ge­tan. Und das Gan­ze lohn­te sich auch für Be­trof­fe­ne: Her­aus ka­men bei der Ak­ti­on 1700 Eu­ro an Spen­den.

- Der Lie­der­abend zu Guns­ten des bun­des­wei­ten Hilfs­pro­jekts „In­su­lin zum Le­ben" hat ei­ne über Er­war­ten gro­ße Pu­bli­kums­re­so­nanz aus­ge­löst. Tho­mas und Le­na Wal­ter aus Burgrie­den ha­ben mit ih­ren All­tags­lie­dern Gu­tes ge­tan. An­statt ei­nes Ein­tritts ba­ten sie die mehr als 150 Gäs­te im evan­ge­li­schen Ge­mein­de­haus um ei­ne Spen­de. Und die­se fiel groß­zü­gig aus: 1700 Eu­ro la­gen am En­de im Spen­den­topf - ein stol­zer Be­trag, für den der Ver­band „Dia­be­ti­ker Ba­den-Würt­tem­berg" wahr­lich Ver­wen­dung fin­den wird. „Wir wol­len mit­hel­fen, dass der Phi­lo­so­phie des Ent­wick­lungs­hil­fe- Pro­jekts 'Le­ben ret­ten’ ent­spre­chend,

ein Bei­trag ge­leis­tet wer­den kann", er­klär­ten uni­so­no Tho­mas Wal­ter und die Lei­te­rin der Dia­be­ti­ker Selbst­hil­fe­grup­pe Laupheim, Ga­b­rie­le Rupf. Sie hat vor nun­mehr zwei Jahr­zehn­ten zu­sam­men mit Sy­bil­le Hähl und Bri­git­te Bier die Selbst­hil­fe­grup­pe ge­grün­det. Jetzt hat die Grup­pe in Ver­bin­dung mit dem Kon­zert das run­de Ju­bi­lä­um ge­fei­ert.

Men­schen un­ter­stüt­zen

Vor­ran­gi­ges Ziel der Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on da­mals und heu­te ist es, Men­schen, die an Dia­be­tes Typ 1 und Typ 2 er­krankt sind, bei­zu­ste­hen, sie

zu un­ter­stüt­zen und ih­nen Mut zu ma­chen, ihr Schick­sal an­zu­neh­men. Ne­ben auf­schluss­rei­chen Vor­trä­gen, auch mit Ant­wor­ten auf so­zia­le und recht­li­che Fra­gen, ste­hen der Er­fah­rungs­aus­tausch im Vor­der­grund der Lauphei­mer Dia­be­tesSelbst­hil­fe­grup­pe. Und auf die­se Jahr­zehn­te lang er­brach­te Hil­fe­leis­tung von Mensch zu Mensch darf die In­ter­es­sen­ge­mein­schaft mit be­rech­tig­ter Zuf­rie­den­heit zu­rück­bli­cken. Das kam auch in der be­wusst kurz ge­hal­te­nen Be­grü­ßung von Ga­b­rie­le Rupf zum Aus­druck. Be­son­ders will­kom­men hieß sie den stell­ver­tre­ten­den Lan­des­vor­sit­zen­den

Dr. Al­brecht Dapp, der aus Spaichin­gen an­ge­reist war. Dapp, der selbst mit Dia­be­tes mel­li­tus zu tun hat, wür­dig­te zu­nächst die en­ga­gier­te und se­gens­rei­che Ar­beit der Selbst­hil­fe­grup­pe Laupheim. „Sie se­hen es als Ih­re Auf­ga­be an, Men­schen, die an Dia­be­tes lei­den, in vie­ler­lei Hin­sicht zu un­ter­stüt­zen“. Das sei kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit, denn: „Selbst­hil­fe im Eh­ren­amt wird zu­neh­mend schwie­ri­ger", be­ton­te der In­ter­nist. Des­halb brau­che man ei­nen star­ken Ver­band.

Der „Dia­be­ti­ker Ba­den-Würt­tem­berg“(DBW) sei ein un­ab­hän­gi­ger Ver­ein mit der­zeit et­wa 5500 Mit­glie­dern. Nicht schlecht, aber es dürf­ten schon noch mehr sein, wenn man wis­se, dass es al­lein et­wa 800 000 Dia­be­ti­ker in Ba­den-Würt­tem­berg ge­be.

Als Mit­glied der Or­ga­ni­sa­ti­on stär­ke man die Selbst­hil­fe. Das sei­en wich­ti­ge Vor­tei­le, die man für ei­nen po­si­ti­ven Le­bens­stil nut­zen kön­ne. Am En­de sei­nes Kurz­vor­tra­ges sag­te der Arzt mit Be­wun­de­rung: „Ich fin­de es groß­ar­tig, ei­ne sol­che Ver­an­stal­tung hin­zu­be­kom­men, da­für gilt der Lauphei­mer Selbst­hil­fe­grup­pe und ins­be­son­de­re Tho­mas und Le­na Wal­ter auf­rich­ti­ger Dank". In die­se An­er­ken­nung mit­ein­be­zo­gen wur­de die Kran­ken­kas­se AOK für ih­re „wich­ti­ge und wert­vol­le Un­ter­stüt­zung“. Die nächs­ten zwei über­aus un­ter­halt­sa­men St­un­den im Evan­ge­li­schen Ge­mein­de­haus in Laupheim ge­hör­ten Tho­mas und Le­na Wal­ter. Das Pu­bli­kum – dar­un­ter vie­le Fans des Du­os – amü­sier­te sich köst­lich, die ins­ge­samt 24 Lied­ti­tel und Songs aus der Fe­der und von Tho­mas Wal­ter an der Gi­tar­re be­glei­tet, fan­den star­ken Bei­fall.

Mal lu­den sie zum Schmun­zeln ein, ein an­de­res Mal aber auch zum Nach­den­ken. Der hei­te­ren Ka­te­go­rie ge­hör­ten Wal­ters „Klas­si­ker“vom „Rot­tal­mol­le“– „der Mol­le isch do“– die in Ulm ge­mach­te Be­ob­ach­tung „Der macht a Bol­lag­sicht na" so­wie die Ge­schich­te mit sei­nem viel zu lan­gen, grob­schläch­ti­gen Nacht­ge­wand im ehe­li­chen Schlaf­zim­mer so­wie sei­ne Vor­lie­be für Rot­wein, an. Die Zu­hö­rer konn­ten von die­sen und an­de­ren Lie­dern, die mit dem Le­ben zu tun hat­ten, kaum ge­nug be­kom­men. Drei Zu­ga­ben muss­ten ein­fach sein. Zum Dank da­für und na­tür­lich für den gu­ten Zweck spen­de­ten die Be­su­cher 1700 Eu­ro.

FO­TO: KURT KIECH­LE

Der Lie­der­abend mit Tho­mas und Le­na Wal­ter be­geis­ter­te mehr als 150 Be­su­cher.

FO­TO: KIECH­LE

Dr. Al­brecht Dapp aus Spaichin­gen hielt ei­nen Kurz­vor­trag

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