Knorr-Brem­se ver­hin­dert ZF-Brem­sen-De­al

Schwaebische Zeitung (Laupheim) - - WIRTSCHAFT -

Der Münch­ner Au­to­zu­lie­fe­rer Knorr-Brem­se ge­hört ne­ben dem bel­gisch-ame­ri­ka­ni­schen Kon­zern Wab­co und dem schwe­di­schen Un­ter­neh­men Haldex zu den drei wich­tigs­ten Her­stel­lern von Last­wa­gen­brem­sen – dem Pro­dukt, das der Ri­va­le ZF nicht in sei­ner An­ge­bots­pa­let­te hat. Als das Fried­richs­ha­fe­ner Un­ter­neh­men 2016 aus die­sem Grund Haldex über­neh­men woll­te, funk­ten die Münch­ner da­zwi­schen und ver­hin­der­ten die Über­nah­me in ei­nem spek­ta­ku­lä­ren Bie­ter­ge­fecht. Är­ger­lich aus Sicht von ZF war die Tat­sa­che, dass die Fried­richs­ha­fe­ner die Kar­tel­ler­laub­nis für den De­al hat­ten, Knorr-Brem­se nicht. Wäh­rend ZF im­mer wie­der dar­auf hin­wies, be­ton­te Knorr-Brem­se, dass auch sie die Er­laub­nis für die Über­nah­me leicht be­kom­men könn­ten. Dem war nicht so – am En­de sieg­te Knorr-Brem­se zwar im Bie­ter­wett­streit, er­hielt aber nicht die Er­laub­nis der Be­hör­den. In der Fol­ge kon­zen­trier­te sich ZF, vor al­lem der frü­he­re Vor­stands­chef Ste­fan Som­mer, auf die Über­nah­me von Wab­co. Doch die ZF-Ei­gen­tü­mer lehn­ten den De­al als zu teu­er ab: Über die Be­wer­tung zer­stritt sich Som­mer mit den Ei­gen­tü­mern so sehr, dass er im De­zem­ber 2018 ge­hen muss­te. (ben)

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