Eher In­fo als Emp­feh­lung

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Wir Im Süden - Von Ka­ra Ball­arin k.ball­arin@schwa­ebi­sche.de

Der Kom­pro­miss, den GrünSchwarz in Sa­chen Grund­schul­emp­feh­lung ge­trof­fen hat, ist we­der Fisch noch Fleisch. Dass noch nicht mal ein Be­ra­tungs­ge­spräch für die El­tern ver­bind­lich sein wird, ob­schon dies er­klär­tes Ziel im Ko­ali­ti­ons­ver­trag ist, wirft die Fra­ge auf: Was soll das? Grund­schul­emp­feh­lung ja, aber oh­ne Re­le­vanz?

So ein­fach ist es dann doch nicht. Seit Jah­ren kla­gen Schul­lei­ter und Leh­rer dar­über, dass sie kei­ne In­for­ma­tio­nen über die Leis­tun­gen ih­rer Schü­ler in der Grund­schu­le be­kom­men. Zu­min­dest of­fi­zi­ell nicht: In der Rea­li­tät ma­chen nur ei­ni­ge El­tern aus der Grund­schul­emp­feh­lung ein Ge­heim­nis.

Der ge­fun­de­ne Kom­pro­miss hat ei­ne wich­ti­ge Funk­ti­on: Die Leh­rer wis­sen künf­tig wie­der bei je­dem Schü­ler, auf wel­chem Stand er ist. Und sie kön­nen ihn viel ge­ziel­ter för­dern – sei­ne Stär­ken und sei­ne Schwä­chen. In die­sem Sin­ne soll­te wohl eher von ei­ner Leh­rer­in­for­ma­ti­on als von ei­ner Grund­schul­emp­feh­lung ge­spro­chen – und die­se auch so be­han­delt wer­den.

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