Pro­bier’s mal mit Hyg­ge­lig­keit

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Journal -

RAVENSBURG In den wei­ten Land­schaf­ten Skan­di­na­vi­ens ist es oft dun­kel, kalt und ein­sam. Trotz­dem zäh­len Nor­we­ger, Dä­nen und Is­län­der zu den glück­lichs­ten Völ­kern. Gi­na Schö­ler (Foto: dpa) kennt die We­ge zum Glück. Die 30-Jäh­ri­ge hat sich selbst zur deut­schen Glücks­mi­nis­te­rin er­nannt und Mark Häns­gen er­zählt, was wir von den Nord­eu­ro­pä­ern ler­nen kön­nen.

Was macht die Skan­di­na­vi­er so viel glück­li­cher als uns Deut­sche?

Ich glau­be, dass es bei den Skan­di­na­vi­ern im so­zia­len, zwi­schen­mensch­li­chen Be­reich ein biss­chen an­ders läuft als bei uns. Da gibt es kein „Dein“und „Mein“, son­dern eher ei­nen „Wir-Cha­rak­ter“. Und dann spielt vi­el­leicht auch das Hyg­ge-Phä­no­men ei­ne Rol­le. „Hyg­ge­lig­keit“be­deu­tet so viel wie sich selbst et­was Gu­tes tun, es sich al­lein oder mit Freun­den ge­müt­lich ma­chen – in der dunk­len Jah­res­zeit gut und glück­lich über die Run­den zu kom­men. Da ha­ben wir Nach­hol­be­darf, ge­ra­de weil uns im­mer hän­gen­de Mund­win­kel nach­ge­sagt wer­den. Wir soll­ten nicht im­mer al­les all­zu ernst neh­men.

Gibt es ein Re­zept für Glück?

ich glau­be nicht, dass es ir­gend­ei­nen Men­schen auf der Welt gibt, der das Pau­schal­re­zept kennt. Na­tür­lich gibt es ein paar Grund­ele­men­te, die man braucht, da­mit man ein gu­tes Le­ben füh­ren kann – Si­cher­heit und Frei­heit spie­len zum Bei­spiel mit rein. Aber letzt­end­lich hat je­des Land, je­de Na­ti­on und Kul­tur für sich ganz in­di­vi­du­el­le Zu­ta­ten und Ge­wür­ze, mit de­nen das je­wei­li­ge Glücks­re­zept zu­sam­men­ge­braut wird.

Ha­ben Sie Tipps, um glück­li­cher in den Tag zu star­ten?

Tipps gibt es na­tür­lich un­end­lich vie­le, weil es dar­auf an­kommt, wie je­mand ge­strickt ist. Ein gu­ter An­fang ist, sich selbst zu fra­gen, wie man sein Le­ben ge­stal­ten möch­te und was die per­sön­li­chen Glücks­zu­ta­ten sind. Dann soll­te man auch ak­tiv wer­den, sie in die Tat um­set­zen und nicht nur dar­auf war­ten, bis das gro­ße Glück an die Tür klopft. Man muss raus­ge­hen, mit frem­den Men­schen in Kon­takt tre­ten, um dem Glück ei­ne Chan­ce zu ge­ben.

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