Kol­le­gi­um hat noch kei­nen Fa­vo­ri­ten

Leim­ba­cher Team schließt aber Neu­bau ne­ben der Mehr­zweck­hal­le an der Grund­schu­le aus

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Erste Seite - Von Ju­lia Frey­da

Leim­ba­cher Team schließt ei­nen Neu­bau ne­ben der Mehr­zweck­hal­le aus.

- Soll ein erst 1992 er­rich­te­tes Schul­ge­bäu­de ab­ge­ris­sen und durch ei­nen Neu­bau er­setzt wer­den oder reicht ein An­bau be­zie­hungs­wei­se ein Er­wei­te­rungs­ge­bäu­de? Die­se Fra­gen stel­len sich der­zeit in Leim­bach, wo die Grund­schu­le auf­grund stei­gen­der Kin­der­zahl er­wei­tert wer­den muss (die Schwä­bi­sche Zei­tung be­rich­te­te). Im Ort­schafts­rat, der die Plä­ne am Mon­tag­abend erst­mals hör­te, gab es noch kei­ne kla­re Mei­nung.

Hel­mut Jet­ter (FW) sprach sich da­für aus, die Va­ri­an­te zu wäh­len, die am Bes­ten für die Kin­der sei. Die­se Ent­schei­dung müs­se der Schul­lei­te­rin Ju­lie Adam und ih­rem Team über­las­sen wer­den. „Al­ler­dings hat die Stadt ei­ni­ge Auf­ga­ben vor sich und da­her dür­fen wir auch die Kos­ten nicht au­ßen vor las­sen“, sag­te Jet­ter. Wil­trud Bo­li­en (UWG) tat sich mit dem Ge­dan­ken an ei­nen Ab­riss schwer. „Die Ein­wei­hung ist noch gar nicht so lan­ge her. Es fühlt sich schwie­rig an, ei­nem Ab­riss zu­zu­stim­men. Die We­ge zwi­schen Be­stand und Neu­bau sind viel­leicht doch zu­mut­bar“, sag­te Bo­li­en. Bür­ger­meis­ter Ge­org Ried­mann sah das kri­tisch. „Wir müs­sen sehr ge­nau ab­wä­gen, ob wir die Lau­fe­rei in Kauf neh­men wol­len. Bei der Va­ri­an­te müs­sen wir aber auch den grö­ße­ren Flä­chen­ver­brauch be­rück­sich­ti­gen und dis­ku­tie­ren“, sag­te Ried­mann.

„Für den Schul­all­tag un­prak­tisch“

Grund­schul­lei­te­rin Ju­lie Adam und ihr Kol­le­gi­um ha­ben zwar kei­nen Fa­vo­ri­ten, aber schlie­ßen die Va­ri­an­te mit dem Lern­haus ne­ben der Mehr­zweck­hal­le aus. „Wir ha­ben das im Team be­ra­ten und uns da­von dis­tan­ziert, weil es für den Schul­all­tag un­prak­tisch ist“, sagt Adam. Laut Ent­wurf wä­ren in dem Neu­bau Klas­sen­räu­me und ein ge­mein­sa­mer Lern­be­reich. Aber Ver­wal­tung, Men­sa und Fach­räu­me blie­ben im be­ste­hen­den Ge­bäu­de. Für die Schü­ler und Leh­rer wür­de dies im All­tag be­deu­ten, dass sie mehr­mals täg­lich hin und her­lau­fen müss­ten. Ihr sei es wich­tig, bald mit der Pla­nung zu be­gin­nen. „Wir sind von Teil­rück­bau bis Neu­bau of­fen, fa­vo­ri­sie­ren aber noch kei­ne Va­ri­an­te“, sag­te die Rek­to­rin.

Roth will vie­le Frei­flä­chen be­hal­ten

Dass der Un­ter­richt vor­über­ge­hend in Con­tai­nern statt­fin­den wird, be­rei­tet ihr kei­ne Sor­gen. „Ich ha­be das Ver­trau­en in die Stadt, dass sie dies gut um­setzt. Die In­te­rims­pha­se wird wohl rund vier Jah­re dau­ern und darf da­her auch kein Kom­pro­miss sein“, sag­te Adam. Ei­ne at­trak­ti­ve Zwi­schen­lö­sung si­cher­te Bür­ger­meis­ter Ried­mann schon am Mon­tag­abend im Ort­schafts­rat zu. „Es müs­sen sich al­le wohl­füh­len, weil es ei­ne re­la­tiv lan­ge Zeit sein wird“, sag­te Ried­mann.

Auch Orts­vor­ste­her Hu­bert Roth hat noch kei­nen Fa­vo­ri­ten. „Wir sind am An­fang der öf­fent­li­chen Dis­kus­si­on und müs­sen noch ei­ni­ge De­tails klä­ren“, sag­te er im Ge­spräch mit der „Schwä­bi­schen Zei­tung“. Ei­ne gro­ße Rol­le spie­le für ihn, mög­lichst viel Frei­flä­chen zu be­hal­ten. Dar­um sei schon An­fang der 90er-Jah­re ge­kämpft wor­den, als die Schu­le ge­baut wur­de.

„Die Pla­nun­gen für das Ge­bäu­de ha­be ich als jun­ger Ort­schafts­rat mit­ge­stal­tet. Es ist ein selt­sa­mes Ge­fühl, nun schon an den Ab­riss zu den­ken. Aber auch dies dür­fen wir nicht aus­schlie­ßen“, sag­te Roth.

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Von Teil­rück­bau bis Neu­bau: Das Kol­le­gi­um hat bis­her noch kei­nen Fa­vo­ri­ten.

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