Volks­bank stellt sich Her­aus­for­de­run­gen

Mit­glie­der er­hal­ten 4,5 Pro­zent Di­vi­den­de – Si­mon Blüm­cke und Franz Gu­te­mann wer­den ver­ab­schie­det

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Erste Seite - Von Clau­dia Paul

4,5 Pro­zent Di­vi­den­de – Blüm­cke und Gu­te­mann ver­ab­schie­det.

- Ein er­folg­rei­ches Jahr kann die 1873 ge­grün­de­te Ha­gnau­er Volks­bank ver­bu­chen. „Die Bi­lanz­sum­me stieg auf 106,5 Mil­lio­nen Eu­ro“, sag­te Vor­stands­spre­cher Tho­mas Urnau­er am Frei­tag­abend bei der Generalversammlung. Dies sei ei­ne Stei­ge­rung um 4,7 Pro­zent.

Die Di­vi­den­de mit 4,5 Pro­zent liegt laut Urnau­er leicht un­ter dem Satz des Vor­jah­res, trotz­dem kön­ne man an­ge­sichts des her­aus­for­dern­den Um­felds zu­frie­den sein. Die Kun­den­ein­la­gen hät­ten sich noch­mals deut­lich er­höht um fast 5,5 Mil­lio­nen auf knapp 82 Mil­lio­nen Eu­ro. Das Kre­dit­ge­schäft ha­be eben­falls mit 4,3 Pro­zent auf über 72 Mil­lio­nen ge­stei­gert wer­den kön­nen. „Die Ver­mö­gens­la­ge un­se­rer Bank ist über­durch­schnitt­lich“, so Urnau­er. Das bi­lan­zi­el­le Ei­gen­ka­pi­tal be­tra­ge 6,9 Mil­lio­nen Eu­ro. Mit der Ha­gnau­er Volks­bank-Stif­tung ha­be man so­zia­le Ein­rich­tun­gen, Schu­len, Ver­ei­ne und ge­mein­nüt­zi­ge In­sti­tu­tio­nen mit ins­ge­samt 16 000 Eu­ro un­ter­stützt.

Ve­rän­de­run­gen in der Bran­che

„Die Ban­ken­bran­che steht vor gro­ßen Ve­rän­de­run­gen“, sag­te Urnau­er. Aus sei­ner Sicht maß­geb­lich sei­en die Nied­rig­zin­sen, die Di­gi­ta­li­sie­rung, die De­mo­gra­fie und die Re­gu­la­to­rik. Der Aus­bruch der Fi­nanz­kri­se 2008 ha­be zu ei­ner deut­li­chen Ver­schär­fung ei­ner Viel­zahl von re­gu­la­to­ri­schen Maß­nah­men ge­führt. „Wir Ge­nos­sen­schafts­ban­ken sind oh­ne Staats­hil­fen durch die Fi­nanz­kri­se ge­kom­men“, be­ton­te Urnau­er. Die deut­schen Ge­nos­sen­schafts­ban­ken leis­te­ten ei­nen ent­schei­den­den Bei­trag für die Re­al­wirt­schaft in Deutsch­land. Per­so­nell hät­te sich bei der Volks­bank nach vie­len Jah­ren der Be­stän­dig­keit ei­ni­ges ver­än­dert. Von bis­her 19 Mit­ar­bei­tern sei­en vier in den Ru­he­stand ver­ab­schie­det wor­den, neue sei­en hin­zu­ge­kom­men. „Un­se­re 17 Mit­ar­bei­ter sind ei­ne tol­le Trup­pe“, sag­te Urnau­er, der al­len Mit­ar­bei­tern für ih­re Ar­beit und ih­ren Ein­satz dank­te.

Die Ent­las­tung von Vor­stand und Auf­sichts­rat über­nahm Karl Me­ger­le. „Die Volks­bank ist ein kom­pe­ten­ter, ver­läss­li­cher Part­ner“, sag­te der Vor­sit­zen­de des Win­zer­ver­eins. Durch Ablauf der Wahl­pe­ri­ode wur­den der Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­de Si­mon Blüm­cke nach zehn Jah­ren und sein Stell­ver­tre­ter Franz Gu­te­mann nach 22 Jah­ren ver­ab­schie­det. „Ihr habt euch der Ver­ant­wor­tung ge­stellt und maß­geb­li­che Im­pul­se ge­setzt“, sag­te Urnau­er. Für den lang­jäh­ri­gen Ein­satz gab es ne­ben Rei­se­gut­schei­nen ei­ne Eh­ren­ur­kun­de für Si­mon Blüm­cke, Franz Gu­te­mann er­hielt die Eh­ren­ur­kun­de in Gold des Ba­den-Würt­tem­ber­gi­schen Ge­nos­sen­schafts­ver­ban­des.

Als neue Mit­glie­der wur­den Si­mo­ne Dim­meler und Tho­mas Pfis­te­rer in den Auf­sichts­rat ge­wählt. Für 40 Jah­re Treue wur­de an­schlie­ßend Tho­mas Urnau­er ge­ehrt und mit der Schul­ze-De­litzsch-Me­dail­le aus­ge­zeich­net. „Seit 1989 sind Sie im Vor­stand tä­tig“, sag­te Tho­mas Wil­hel­my vom Ba­den-Würt­tem­ber­gi­schen Ge­nos­sen­schafts­ver­band. Fleiß und Ziel­stre­big­keit zeich­ne­ten Urnau­er aus, der auch heu­te noch im ope­ra­ti­ven Be­reich tä­tig sei. Ne­ben zwei klei­nen Sat­zungs­än­de­run­gen wur­den wei­te­re treue Mit­glie­der ge­ehrt. Für die mu­si­ka­li­sche Un­ter­hal­tung der Gäs­te im Gwand­haus sorg­ten die jun­gen Mu­si­ker des „Brass-Ka­bi­netts“.

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ge­se­hen von Rein­hold Adolph

Von der Wil­helms­hö­he bei Ha­gnau lässt sich der letz­te April­tag ge­nie­ßen.

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Die Ha­gnau­er Volks­bank ehrt Mit­glie­der für 40 und 50 Jah­re Treue.

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