Feu­er­wehr probt in der In­nen­stadt

Ret­tungs­kräf­te ho­len Per­so­nen aus ehe­ma­li­gem Ho­tel – Kom­man­dant ist zu­frie­den

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Erste Seite - Von Bri­git­te Wal­ters

Kom­man­dant ist mit dem Ein­satz der Ret­tungs­kräf­te zu­frie­den.

MARK­DORF - Brand im Ober­ge­schoss des ehe­ma­li­gen Ho­tels „Och­sen“, dies ist die an­spruchs­vol­le Übungs­an­nah­me bei der Haupt­übung der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Mark­dorf am Sams­tag ge­we­sen. Zahl­rei­che in­ter­es­sier­te Zu­schau­er wa­ren ge­kom­men, um das Ge­sche­hen di­rekt zu ver­fol­gen. Im Rah­men der Übung stell­te die Wehr die bei­den neu­en Fahr­zeu­ge, den Rüst­wa­gen und das Ein­satz­leit­fahr­zeug vor.

Den An­fang mach­ten die Mit­glie­der der Ju­gend­feu­er­wehr. Mit viel En­ga­ge­ment zeig­ten sie, was sie bis­her ge­lernt ha­ben, und lösch­ten schon recht pro­fes­sio­nell ei­nen an­ge­nom­me­nen Brand im Erd­ge­schoss des Ho­tels „Och­sen“. Dann de­mons­trier­ten die Wehr­leu­te mit wel­chen tech­ni­schen Hilfs­mit­teln der Rüst­wa­gen aus­ge­stat­tet ist, um bei Un­fäl­len schnel­le Hil­fe leis­ten zu kön­nen. Wie schnell ei­ne Ret­tungs­sä­ge Me­tall schnei­den kann, führ­te Chris­ti­an Weg­mann vor. Noch schnel­ler ging es mit dem Plas­ma-Schnei­der, den Mar­co Wei­mer vor­führ­te. Zum Ab­schluss zeig­te der neue Rüst­wa­gen wel­che Zug­kraft er hat, sei­nen Vor­gän­ger zog er mü­he­los et­li­che Me­ter wei­ter.

Dann quoll dich­ter, grau­er Rauch aus den Fens­tern des Dach­ge­schos­ses und schon bog das ers­te Lösch­fahr­zeug um die Ecke, dem wei­te­re und die Dreh­lei­ter folg­ten. Es wur­den sie­ben Per­so­nen ver­misst, de­nen durch den Rauch der Ret­tungs­weg durch das Trep­pen­haus ver­sperrt war. Der ers­te Trupp stell­te schnell den Sprung­ret­ter auf, Steck­lei­tern wur­den ge­bracht und der Korb der Dreh­lei­ter nä­her­te sich dem ers­ten Fens­ter. In­zwi­schen war auch die Dreh­lei­ter aus Im­men­staad ein­ge­trof­fen, die ih­re Mark­dor­fer Ka­me­ra­den bei der Men­schen­ret­tung un­ter­stütz­te. Wäh­rend­des­sen lösch­ten Wehr­leu­te mit­tels In­nen­an­griff den Brand, der durch ein de­fek­tes Elek­tro­ge­rät ent­stan­den war. Durch den In­nen­an­griff konn­te ein grö­ße­rer Was­ser­scha­den ver­mie­den wer­den, er­klär­te Ge­samt­kom­man­dant Da­ni­el Kneu­le. Der Was­ser­scha­den wä­re deut­lich grö­ßer ge­we­sen, wenn mit­tels der bei­den Dreh­lei­tern über das Dach ge­löscht wor­den wä­re.

Auch Mit­glie­der der Nach­bar­weh­ren schau­en zu

Die Übung lei­te­te der stell­ver­tre­ten­de Kom­man­dant To­bi­as Schmi­dschnei­der. Wäh­rend der Übung er­läu­ter­te Kneu­le den Zu­schau­ern den Ablauf des Ge­sche­hens und die Ar­beit der Wehr­leu­te. Zahl­rei­che Ver­tre­ter be­nach­bar­ter Weh­ren wa­ren eben­falls ge­kom­men und ver­folg­ten mit gro­ßer Auf­merk­sam­keit die Ar­beit ih­rer Ka­me­ra­den. Bür­ger­meis­ter Ge­org Ried­mann wur­de von sei­ner Stell­ver­tre­te­rin Chris­tia­ne Oß­wald ver­tre­ten, auch ei­ni­ge Ge­mein­de­rä­te wa­ren ge­kom­men.

Es sei ein an­spruchs­vol­les Sze­na­rio auf­grund der vie­len ver­miss­ten Per­so­nen ge­we­sen, stell­te Da­ni­el Kneu­le ab­schlie­ßend fest. Fast 50 Wehr­leu­te aus Mark­dorf wa­ren im Ein­satz, eben­so die Son­der­ein­satz­grup­pe des DRK Mark­dorf, die die „Ver­letz­ten“ver­sorg­te. Wie ge­wohnt, hät­ten die Wehr­leu­te den Ein­satz rou­ti­niert ab­ge­ar­bei­tet, er ha­be kei­ne Feh­ler be­ob­ach­tet, stell­te Kneu­le zu­frie­den fest. Die Füh­rungs­kräf­te hät­ten die La­ge gut im Griff ge­habt und es ha­be sich ge­zeigt, dass sich die zahl­rei­chen Übun­gen be­zahlt ge­macht ha­ben.

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Mit­tels Dreh­lei­ter wer­den bei der Übung der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Mark­dorf Per­so­nen aus dem Ober­ge­schoss des ehe­ma­li­gen Ho­tels „Och­sen“ge­ret­tet. Zahl­rei­che Zu­schau­er ver­fol­gen die­sen Übungs­ein­satz.

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Die Mit­glie­der der Ju­gend­feu­er­wehr zei­gen bei der Übung der Mark­dor­fer Wehr, dass sie auch ei­nen Brand lö­schen kön­nen.

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