Mit Meis­ters­hirts nach Berlin

Häf­ler kön­nen heu­te Abend mit ei­nem Sieg die 14. deut­sche Meis­ter­schaft klar ma­chen

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Lokalsport - Von Micha­el Kro­ha und Gi­u­sep­pe Tor­re­man­te

- Mit et­was Ver­spä­tung ha­ben die Vol­ley­bal­ler des VfB Fried­richs­ha­fen ih­re letz­te Aus­wärts­rei­se für die­se Sai­son an­ge­tre­ten. Luft­han­sa-Flug LH 2040 von München nach Berlin hat­te rund 20 Mi­nu­ten Ver­spä­tung. Beim Ab­flug ge­gen 14.20 Uhr wa­ren aber dann nicht nur al­le Ak­teu­re fit und selbst­be­wusst an Bord der Air­bus-Ma­schi­ne A321. Auch die be­druck­ten T-Shirts für den mög­li­chen 14. Meis­ter­schafts­ge­winn der Häf­ler wa­ren im Ge­päck­raum ver­staut.

Geht es nach VfB-Trai­ner Vi­tal Heynen soll es kein wei­te­res, drit­tes Spiel mehr in Fried­richs­ha­fen ge­ben: „Wir wol­len den Sack jetzt zu­ma­chen und Deut­scher Meis­ter wer­den“, sag­te der Bel­gi­er vor dem zwei­ten Fi­nal­spiel der „Best of Th­ree“Se­rie bei den Berlin Re­cy­cling Vol­leys heu­te Abend (19.30 Uhr/li­ve auf sport­deutsch­land.tv) in der Ma­xSchme­ling-Hal­le.

40 Fans rei­sen nach Berlin

Kein drit­tes Spiel in Fried­richs­ha­fen wür­de aber auch be­deu­ten, dass die Häf­ler den Meis­ter­po­kal nicht vor hei­mi­scher, son­dern vor Ber­li­ner Ku­lis­se ent­ge­gen­neh­men „müss­ten“. 40 Fans neh­men zwar die 1500-Ki­lo­me­ter-Fahrt in die Bun­des­haupt­stadt auf sich, die wol­len aber di­rekt nach dem Spiel wie­der zu­rück an den Bo­de­see rei­sen.

Auch, um am Don­ners­tag um 19.30 Uhr wie­der in der ZF-Are­na zu sein, wo die Meis­ter­fei­er mit den Fans statt­fin­den soll. In Berlin dürf­te es al­so eher zu ei­nem kur­zen Zu­sam­men­tref­fen mit den Treu­es­ten kom­men für die dann frisch­ge­ba­cke­nen Meis­ter. Da­für könn­ten sie sich da­nach ins Ber­li­ner Nacht­le­ben stür­zen, das – bei al­lem Re­spekt – si­cher­lich ein we­nig mehr bie­tet als das Häf­ler. Ei­nen aus­ge­ar­bei­te­ten Fei­er­fahr­plan ge­be es laut Pres­se­spre­che­rin Ge­sa Katz al­le­dings nicht: „Das ma­chen wir spon­tan.“

Klar ist: Soll­ten die Häf­ler heu­te den Ber­li­nern wirk­lich schon nach dem Su­per­cup und dem Po­kal auch die drit­te na­tio­na­le Tro­phäe weg­schnap­pen, könn­ten sie ih­ren Ti­tel­ge­winn auch ein we­nig län­ger ge­mein­sam ge­nie­ßen. Be­reits am Mon­tag geht es für die Na­tio­nal­spie­ler und auch für den bel­gi­schen Na­tio­nal­trai­ner Heynen zu ih­ren Län­der­mann­schaf­ten.

Häf­ler trai­nier­ten nur we­nig

Nach vier Meis­ter­ti­teln als Trai­ner in Bel­gi­en wä­re es für Heynen die ers­te Meis­ter­schaft mit ei­nem deut­schen Team. Re­kord­meis­ter Fried­richs­ha­fen könn­te nach 2015 wie­der die Scha­le an den See ho­len. „Ich ha­be über den 1. Mai mei­ner Mann­schaft viel frei­ge­ge­ben, da­mit sie auf an­de­re Ge­dan­ken kommt“, sagt Heynen.

Der Druck lie­ge je­doch bei den Ber­li­nern. Sie kas­sier­ten am Wo­che­n­en­de beim „Fi­nal Four“in Rom in der Cham­pi­ons Le­ague, wie er­war­tet, zwei Nie­der­la­gen und ste­hen da­mit wei­ter­hin oh­ne Ti­tel in die­ser Sai­son da. Geht es nach Vi­tal Heynen und den Häf­ler Vol­ley­ball­pro­fis, soll das auch so blei­ben. Dann müss­ten die Meis­ters­hirts beim Rück­flug nicht mehr in den Ge­päck­raum.

FO­TO: GÜN­TER KRAM

Match­ball für die VfB-Vol­ley­bal­ler: To­mas Rous­seaux (rechts) und Ge­org Klein (links, da­hin­ter Da­vid Sos­sen­hei­mer) be­nö­ti­gen ge­gen Berlin nur noch ei­nen Sieg zur Meis­ter­schaft.

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