Bas Dost auf Mes­sis Spu­ren

Der Ex-Wolfs­bur­ger hat für Sporting Lis­s­a­bon be­reits 31 To­re er­zielt

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Sport -

(SID) - Die nicht ganz ernst ge­mein­te Fra­ge nach Lio­nel Mes­si hört Bas Dost in­zwi­schen öf­ter. Was hat der gro­ße Ar­gen­ti­ni­er, was er nicht hat? Dost lacht dann schüch­tern und ver­weist auf den ak­tu­el­len Stand, der­zeit: Dost, 31 Sai­son­to­re für Sporting Lis­s­a­bon – Mes­si, 33 für den FC Bar­ce­lo­na. Es ist das un­glei­che Du­ell um den Gol­de­nen Schuh für Eu­ro­pas Top-Tor­jä­ger.

Klar, sagt Dost über Mes­si, „da gibt es vie­les, was er hat“. All die Ti­tel mit Bar­ça, fünf Gol­de­ne Bäl­le als Welt­fuß­bal­ler. Aber Dost hat ja auch schon die nie­der­län­di­schen Stür­mer­le­gen­den Mar­co van Bas­ten, Ro­bin van Per­sie oder Roy Ma­k­aay ab­ge­hängt. Seit sei­nem Drei­er­pack am ver­gan­ge­nen Sonn­tag bei Sporting Bra­ga (3:2) ist der frü­he­re Wolfs­bur­ger der er­folg­reichs­te Oran­je-An­grei­fer im Aus­land. War­um nicht auch noch Mes­si?

„Ein grö­ße­rer Kon­trast zwi­schen Stür­mern ist kaum denk­bar“, schrieb de Volks­krant. Hier der 1,70 Me­ter klei­ne Mes­si, der Su­per­star des Welt­clubs Bar­ce­lo­na – da der baum­lan­ge 1,96-Me­ter-Hü­ne, der Straf­raum­stür­mer Dost aus Deven­ter, der Sporting im Som­mer zwar zehn Mil­lio­nen Eu­ro Ab­lö­se wert ge­we­sen, in Wolfs­burg aber ge­schei­tert war. Dort war er der „Platt­fuß-Bom­ber“(Bild), nun ist Dost der „Ghost­bus­ter von Al­va­la­de“(Voet­bal In­ter­na­tio­nal).

In Sportings Heim­stät­te ha­ben sie in­zwi­schen so­gar ein ei­ge­nes Lied für ihn. Im­mer, wenn er trifft, sin­gen sie zu den Klän­gen von „Thun­der­struck“der Hard­ro­cker AC/DC: „Na-na-na-na-na-na-na-na, Bas Dost!“Er ha­be „kei­ne Ah­nung, wie das ent­stan­den ist“, sag­te Dost dem Dag­b­lad van het No­or­den, „aber es ist fan­tas­tisch, dass die Leu­te mei­nen Na­men so skan­die­ren“. So­gar auf der Stra­ße hal­ten ihm Fans manch­mal spon­tan ein Ständ­chen.

Dost schwärmt vom „fan­tas­ti­schen Le­ben“un­ter der Son­ne Por­tu­gals, wo er selbst im Win­ter bei 15 Grad am Pool sit­zen kön­ne. Wolfs­burg da­ge­gen? Tse! Er ha­be beim VfL „ei­ne tol­le Zeit“mit Hö­hen und Tie­fen ge­habt, sag­te er im März dem „ki­cker“. „Scha­de“sei aber ge­we­sen, dass ihn kei­ner ver­ab­schie­det ha­be. „Da kam gar nichts.“Vor­bei, jetzt zählt Sporting, das Du­ell mit Mes­si.

Ma­k­aay war 2003 der letz­te Nie­der­län­der, der den Gol­de­nen Schuh ge­wann, seit 2010 hieß der Sie­ger im­mer Mes­si, Cris­tia­no Ro­nal­do oder Lu­is Suá­rez. Und 2017 Dost? In den letz­ten 19 Spie­len hat er 24 To­re er­zielt – zwei mehr als Mes­si. Bis Sai­son­en­de trifft Sporting noch auf Be­le­nen­ses, Fei­ren­se und Cha­ves – al­le­samt kei­ne Top­teams.

„Bas ist men­tal ein Cham­pi­on“, sagt Trai­ner Jor­ge Je­sus, den Dost als Schlüs­sel für sei­ne Quo­te nennt. Wäh­rend Die­ter He­cking ihn in Wolfs­burg mit­un­ter über den Flü­gel stür­men ließ, wol­le ihn Je­sus „nur im Sech­zeh­ner se­hen“.

Für den Coach, der im Win­ter ein An­ge­bot über 40 Mil­lio­nen Eu­ro aus Chi­na für Dost zu­rück­wies, steht fest: „Dost, Mes­si oder Ro­bert Le­wan­dow­ski – es wird ein Kampf bis zum En­de.“

FO­TO: AFP

Ei­ner der we­ni­gen Fuß­bal­ler aus der Nie­der­lan­de, die der­zeit eu­ro­pa­weit für Fu­ro­re sor­gen: Bas Dost.

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