Ver­sor­ger müs­sen für Atom­aus­stieg mehr zah­len

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Wirtschaft -

(dpa) - Der Aus­stieg aus der Kern­kraft wird für die Strom­kon­zer­ne teu­rer als bis­her ver­an­schlagt. Die Ener­gie­rie­sen Vat­ten­fall, Eon, RWE und EnBW müs­sen nun ins­ge­samt 24,4 Mil­li­ar­den Eu­ro und da­mit 300 Mil­lio­nen Eu­ro mehr in ei­nen staat­li­chen Fonds ein­zah­len, der die Zwi­schen- und End­la­ge­rung des Atom­mülls re­geln soll. Das be­stä­tig­ten Ver­hand­lungs­krei­se in Ber­lin. Zu­vor hat­te „Spie­gel-On­li­ne“dar­über be­rich­tet. Das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um teil­te da­ge­gen mit, die end­gül­ti­gen Ein­zah­lungs­be­trä­ge stün­den noch nicht fest. Die Ener­gie­kon­zer­ne hät­ten die Aus­ga­ben für das End­la­ger Schacht Kon­rad und die End­la­ger­su­che in­klu­si­ve Of­fen­hal­tung von Gor­le­ben (Fo­to: dpa) für den Zei­t­raum von 2015 bis 2016 zu­nächst auf 581 Mil­lio­nen Eu­ro ge­schätzt, hieß es aus Ver­hand­lungs­krei­sen. Die­se Sum­me durf­ten sie von den zu­nächst er­mit­tel­ten Kos­ten für den Atom­fonds ab­zie­hen. Tat­säch­lich be­lie­fen sich die Kos­ten aber nur auf 283,1 Mil­lio­nen Eu­ro. Die Kon­zer­ne dürf­ten ent­spre­chend we­ni­ger Geld ab­zie­hen – und müs­sen 297,9 Mil­lio­nen nach­schie­ßen.

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