„Ich füh­le mich im ei­ge­nen Wohn­zim­mer woh­ler“

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Wir Am See -

- To­mas Ko­ci­an, Zu­spie­ler des VfB Fried­richs­ha­fen, ist über­zeugt, dass die Häf­ler am Sonn­tag ge­gen Ber­lin Deut­scher Meis­ter wer­den. Der Grund: Im ei­ge­nen Wohn­zim­mer fühlt man sich woh­ler als wo­an­ders.

Herr Ko­ci­an, war­um hat der VfB in der Max-Schme­ling-Hal­le in Ber­lin nach ge­won­ne­nem ers­ten Satz den Fa­den ver­lo­ren?

Wir ha­ben un­ser Spiel auf­ge­ge­ben. Un­se­re Stär­ke sind Block-Ab­wehr und wir hal­ten vie­le Bäl­le im Spiel. Des Wei­te­ren ha­ben wir im An­griff zu vie­le Feh­ler ge­macht und ha­ben zu oft, zu schnell die Ent­schei­dung ge­sucht. Wir hät­ten in­tel­li­gen­ter spie­len müs­sen. Hin­zu kommt noch, dass un­se­re Wech­sel nicht ge­fruch­tet ha­ben.

Was hat Ber­lin gut ge­macht?

Sie ha­ben ihr Spiel durch­ge­zo­gen und wir ha­ben uns nicht ent­schei­dend ge­wehrt. Das war in die­ser Sai­son schon an­ders. Im­mer­hin ha­ben wir fünf der sechs Ver­glei­che ge­won­nen. Am Sonn­tag wer­den wir es bes­ser ma­chen.

Sie klin­gen sehr op­ti­mis­tisch. War­um wird der VfB Meis­ter?

Wir sind das bes­se­re Team, auch wenn Ber­lin die bes­se­ren In­di­vi­dua­lis­ten hat. Ich füh­le mich im ei­ge­nen Wohn­zim­mer woh­ler als wo­an­ders. Das gilt für un­se­re Spiel­stät­te, der ZF-Are­na. Da läufst Du die Trep­pe her­un­ter und schon bran­det Dir Bei­fall ent­ge­gen. Das ist ein­fach ein schö­nes Ge­fühl und dann gehst Du an­ders ins Spiel rein.

Wird die kör­per­li­che Ver­fas­sung ei­ne Rol­le spie­len?

Na­tür­lich. Ber­lin hat in den letz­ten Wo­chen vie­le schwe­re Spie­le ge­habt. Das ste­cken al­le nicht so schnell weg. Ich den­ke, dass wir fri­scher sind und am Sonn­tag das auch zei­gen wer­den. Wir ha­ben bis­her ei­ne star­ke Sai­son ge­spielt, zwei Ti­tel (Su­per­cup, DVV-Po­kal) ge­holt. Ber­lin steht noch mit lee­ren Hän­den da. Sie sind am Sonn­tag in Fried­richs­ha­fen Fa­vo­rit, müs­sen ge­win­nen, um die Sai­son noch zu ret­ten. Wir hal­ten er­folg­reich da­ge­gen. Das zwei­te Fi­nal­spiel wird von uns gründ­lich auf­ar­bei­tet, da­mit wir nicht wie­der die glei­chen Feh­ler ma­chen.

Wird es auch auf die Zu­spie­ler an­kom­men?

Na­tür­lich ist der Zu­spie­ler das Herz der Mann­schaft, aber bei­de Mann­schaf­ten ken­nen sich sehr gut, es gibt kei­ne Über­ra­schun­gen. Ob Si­mon oder ich spie­le, da sist ei­ner­lei, weil es kei­nen gro­ßen Ein­fluss auf das Mann­schafts­ge­fü­ge hat.

Was wird am Sonn­tag den Aus­schlag ge­ben?

Ich bin über­zeugt, dass wenn wir un­ser Spiel durch­zie­hen, dann wird es für Ber­lin sehr schwer ge­gen uns zu be­ste­hen. Wir ha­ben das gro­ße Glück, dass die Mann­schaft sehr gut funk­tio­niert. Ber­lin lebt von den star­ken In­di­vi­dua­lis­ten. Wenn es klemmt, dann kom­men wir mit der Si­tua­ti­on bes­ser klar, die Spie­ler hel­fen sich ge­gen­sei­tig. Ent­schei­dend ist aber, dass wir un­ser Spiel durch­zie­hen und un­se­re Stär­ken zei­gen und das wer­den wir.

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