Ver­kehrs­wacht klärt mit neu­en Me­di­en auf

Land soll bei den di­gi­ta­len Her­aus­for­de­run­gen hel­fen

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Friedrichshafen -

(sz) - Die Lan­des­ver­kehrs­wacht will Kin­dern in Zu­kunft ver­stärkt mit neu­en Me­di­en bei­brin­gen, wie sie sich im Ver­kehr zu ver­hal­ten ha­ben.

Die Ver­kehrs­wacht Bo­den­see­kreis hat­te in Fried­richs­ha­fen zur 68. Haupt­ver­samm­lung der Lan­des­ver­kehrs­wacht ein­ge­la­den. Da­bei wur­den die For­de­run­gen be­kannt. Ne­ben Mit­glie­dern aus Ver­kehrs­wach­ten al­ler Lan­des­tei­le be­grüß­te Prä­si­dent Hart­frid Wolff auch Mar­tin Jä­ger, In­nen­mi­nis­te­ri­um für In­ne­res, Di­gi­ta­li­sie­rung und Mi­gra­ti­on. In sei­ner An­spra­che er­klär­te Prä­si­dent Wolff: „Die Lan­des­ver­kehrs­wacht will in Zu­kunft die neu­en Me­di­en bes­ser für ih­re Kam­pa­gnen nut­zen. Kin­der, Ju­gend­li­che, El­tern er­reicht man heute nicht mehr mit klas­si­schen Me­di­en, son­dern über Youtu­be, Ins­ta­gram, Face­book, Twit­ter.“

Wolff ap­pel­lier­te laut Pres­se­mit­tei­lung, dass Auf­klä­rungs­ar­beit der Ver­kehrs­wach­ten in Schu­len und Kin­der­gär­ten mit ge­eig­ne­ten Me­di­en in­ten­si­viert wer­den muss. Die Ver­kehrs­wach­ten müss­ten mit dem Land neue Pro­gram­me ent­wi­ckeln.

Bür­ger­meis­ter Ste­fan Köh­ler sag­te: „Die Stadt Fried­richs­ha­fen wert­schätzt und un­ter­stützt die ver­kehrsund ge­sell­schafts­po­li­ti­schen Ak­ti­vi­tä­ten der Lan­des­ver­kehrs­wacht auf Lan­des­ebe­ne wie auch spe­zi­ell in un­se­rer Stadt.“Und Mar­tin Jä­ger aus dem In­nen­mi­nis­te­ri­um: „Mein ganz per­sön­li­cher Ein­druck ist, dass sich mit Ver­kehrs­wacht und Po­li­zei ein star­kes Team als Ga­rant der Ver­kehrs­si­cher­heit prä­sen­tiert.“

133 ver­un­glü­cken täg­lich

133 Per­so­nen ver­un­glück­ten durch­schnitt­lich täg­lich auf Ba­den-Würt­tem­bergs Stra­ßen, heißt es im Pres­se­be­richt. Die­se Zahl gel­te es zu re­du­zie­ren. Doch mo­der­ne Ver­kehrs­si­cher­heits­ar­beit stel­le die 56 ört­li­chen Ver­kehrs­wach­ten vor Her­aus­for­de­run­gen: Di­gi­ta­li­sie­rung, au­to­no­mes Fah­ren und Auf­klä­rungs­ar­beit mit­hil­fe von On­li­ne-Me­di­en wie Face­book und Twit­ter sind The­men, die nur mit stär­ke­rer Un­ter­stüt­zung durch die Po­li­tik in der Ver­kehrs­wacht­ar­beit um­ge­setzt wer­den kön­nen. Da­zu sag­te Prä­si­dent Wolff: „Der fä­cher­über­grei­fen­de An­satz ist ent­schei­dend.“Den Fahr­rad­füh­rer­schein in al­len vier­ten Klas­sen in Ba­den-Würt­tem­berg über­neh­men die Ver­kehrs­wach­ten flä­chen­de­ckend eh­ren­amt­lich zu­sam­men mit der Po­li­zei. Dies rei­che an­ge­sichts der wach­sen­den An­zahl an Men­schen mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund und der in der Mo­to­rik ein­ge­schränk­ten Com­pu­ter-Kids nicht mehr aus. „Doch der Schutz der Kleins­ten ver­dient je­de An­stren­gung.“

Wolff zeig­te ver­nach­läs­sig­te Ri­si­ken. „Die Auf­merk­sam­keit der Ver­kehrs­teil­neh­mer wird durch Smart­pho­nes be­ein­träch­tigt. Die An­zahl der Un­fäl­le und der To­des­fäl­le durch die mo­der­ne Un­auf­merk­sam­keit steigt. Hier muss sei­tens der Po­li­tik ge­gen­ge­steu­ert wer­den.“

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