Rät­sel­ra­ten um Tod von Olym­pia­sie­ger

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Sport -

(SID) - Der Tod von Ste­ven Hol­comb, Vie­rer­bob-Olym­pia­sie­ger von 2010, wirft Rät­sel auf. Der 37-jäh­ri­ge US-Ame­ri­ka­ner starb am Sams­tag un­ter noch un­ge­klär­ten Um­stän­den in sei­nem Zim­mer im US-Olym­pia­zen­trum von La­ke Pla­cid. Der US-Ver­band er­war­te­te noch für Sonn­tag den Ab­schluss der amt­li­chen Aut­op­sie.

Or­ga­nisch wa­ren nach ei­ner Au­gen­ope­ra­ti­on vor neun Jah­ren, durch die sei­ne Ärz­te ei­ne fort­schrei­ten­de Er­blin­dung ver­hin­der­ten, kei­ne ernst­haf­te­ren Er­kran­kun­gen be­kannt. Auch mit Do­ping wur­de der zwei­ma­li­ge Olym­pia­drit­te nicht in Ver­bin­dung ge­bracht. In sei­nem vor fünf Jah­ren ver­öf­fent­lich­ten Buch über die Er­fah­run­gen mit der Ke­ra­to­co­nus-Krank­heit sei­ner Au­gen und dem an­schlie­ßen­den Weg zum Olym­pia-Tri­umph in Ka­na­da ge­stand Hol­comb je­doch ei­nen Selbst­mord­ver­such von 2007 öf­fent­lich ein. Der Grund: De­pres­sio­nen. Sei­ne psy­chi­schen Pro­ble­me hat­te Hol­comb nach dem Sui­zid­ver­such of­fen­siv be­kämpft. Sein Ma­na­ger Brant Feld­man re­agier­te fas­sungs­los. „Als wir uns kürz­lich noch ge­se­hen hat­ten“, er­zähl­te Feld­man, „spra­chen wir auch über den rich­ti­gen Zeit­punkt für ei­nen Rück­tritt.“Ge­plant sei ge­we­sen, nach der WM 2019 zu­rück­zu­tre­ten.

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