An­grif­fe zur Un­zeit

BVB macht Rie­sen­schritt gen Cham­pi­ons Le­ague – doch Watz­ke of­fen­bart Riss mit Tu­chel

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Sport - Von Fil­ip­po Ca­tal­do und un­se­rem Agen­tu­ren

ge­spro­chen ne­ben dem Sport­li­chen um Din­ge wie Stra­te­gie, Kom­mu­ni­ka­ti­on, Ver­trau­en.“

Tu­chel re­agier­te auf die­se De­bat­ten zur Un­zeit er­staun­lich sou­ve­rän. Un­mit­tel­bar vor dem Spiel merk­te er iro­nisch an, dies sei „ein gro­ßes The­ma für ei­nen gro­ßen Tag“. Und wei­ter: „Wir ha­ben gro­ße Zie­le, die er­rei­chen wir nur mit dem Fo­kus auf den Sport. Al­les an­de­re kann ich nicht be­ein­flus­sen. Ich ver­bie­te mir, dar­auf ein­zu­ge­hen oder auch nur dar­über nach­zu­den­ken, da­für Ener­gie zu ver­wen­den. Wir dür­fen uns nicht ab­len­ken las­sen.“Das, schob er nach, „ist schwie­ri­ger ge­wor­den“.

Nach dem Sieg, der dank ei­nes Tref­fers von Mar­co Reus (4.) aus dem Ab­seits und Pier­re-Eme­rick Auba­meyang (82.) zu­stan­de ge­kom­men war, blieb er bei sei­ner Stra­te­gie, sach­lich zu blei­ben, oh­ne die ver­fah­re­ne Si­tua­ti­on wirk­lich zu de­es­ka­lie­ren. „Es kann ei­ne ab­so­lu­te Top­sai­son wer­den“, sag­te er, „da­für dür­fen wir uns nicht ab­len­ken las­sen. Für das In­ter­view von Herrn Watz­ke ha­be ich vor dem Spiel kei­ne Ener­gie auf­ge­bracht. Das bleibt auch jetzt so.“

Lie­ber warn­te er sei­ne Spie­ler da­vor, sich ih­rer Sa­che, al­so der Qua­li­fi­ka­ti­on für die Cham­pi­ons Le­ague, schon zu si­cher zu sein. „Es war kein End­spiel. Die Sai­son ist nicht vor­bei, Platz drei ist nicht ge­si­chert. Wir wol­len noch drei­mal ge­win­nen, um un­se­re Zie­le zu er­rei­chen“, sag­te er mit Be­zug auf die zwei rest­li­chen Punkt­par­ti­en und das Po­kal­fi­na­le am 27. Mai ge­gen Frank­furt. Au­ßer­dem gab er zu, dass man „heu­te von ei­ner Ab­seits-Fehl­ent­schei­dung des Schieds­rich­ters“pro­fi­tiert ha­be.

Über die­se Feh­l­ein­schät­zung vor dem 0:1 und weil Schieds­rich­ter Fe­lix Brych auch vor dem – letzt­lich ver­schos­se­nen – Elf­me­ter von Pier­reE­me­rick Auba­meyang ein Hand­spiel von Reus über­se­hen hat­te und San­dro Wa­gner im Ge­gen­zug kei­nen Straf­stoß zu­sprach (40.), wa­ren Hof­fen­heims Trai­ner Ju­li­an Na­gels­mann und Ma­na­ger Alex­an­der Ro­sen auch nach der Par­tie noch auf 180. „Es hat nur ge­fehlt, dass ein Loch ins Tor­netz ge­schnit­ten und da ei­ner rein­ge­pfif­fen wird“, schimpf­te Ro­sen. Na­gels­mann er­in­ner­te die Se­rie frag­wür­di­ger Pfif­fe an „Mur­phys Ge­setz“.

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