Gut vor­be­rei­tet zum Arzt ist für al­le hilf­reich

In­for­ma­tio­nen von­sei­ten des Pa­ti­en­ten spa­ren Zeit und er­leich­tern die Dia­gno­se

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Gesundheit - Ele­na Zel­le

(dpa) - Erst über­legt man, ob man mit sei­nen Be­schwer­den über­haupt zum Fach­arzt geht. Dann war­tet man ei­ne ge­fühl­te Ewig­keit auf den Ter­min - und ver­gisst im Be­hand­lungs­zim­mer doch die Hälf­te zu fra­gen. Oder der Arzt kann kei­ne Dia­gno­se stel­len, weil wich­ti­ge In­for­ma­tio­nen feh­len. Da­mit das nicht pas­siert, soll­ten Pa­ti­en­ten sich auf ei­nen ge­plan­ten Arzt­ter­min vor­be­rei­ten. Das er­leich­tert dem Arzt die Dia­gno­se, spart Zeit und hilft, wirk­lich al­le Fra­gen zu klä­ren.

Wel­che The­men müs­sen bei aku­ten Be­schwer­den ge­klärt wer­den?

„Das Arzt­ge­spräch soll­te dem Pa­ti­en­ten auf je­den Fall Auf­schluss ge­ben über die Dia­gno­se, die The­ra­pie und die vor­aus­sicht­li­che wei­te­re ge­sund­heit­li­che Ent­wick­lung“, er­klärt Re­gi­na Beh­rendt, Re­fe­ren­tin Ge­sund­heits­markt bei der Ver­brau­cher­zen­tra­le Nord­rhein-West­fa­len. „Au­ßer­dem muss der Pa­ti­ent wis­sen, wie er sich ver­hal­ten soll.“

Wel­che Un­ter­la­gen soll­te man zum Arzt­be­such mit­brin­gen?

Wenn man das ers­te Mal in ei­ne Pra­xis geht, hat man am bes­ten vor­her­ge­hen­de Be­fun­de an­de­rer Ärz­te wie Rönt­gen­bil­der, La­bo­r­er­geb­nis­se oder den Ent­las­sungs­brief vom Kran­ken­haus da­bei, wie Jo­han­nes Schen­kel, ärzt­li­cher Lei­ter der Un­ab­hän­gi­gen Pa­ti­en­ten­be­ra­tung Deutsch­land (UPD), rät. Au­ßer­dem soll­te man sei­nen Impf­pass und ge­ge­be­nen­falls All­er­gie­aus­weis, Mut­ter­pass oder Im­plan­tat­pass mit­brin­gen.

Der Arzt muss wis­sen, wel­che Me­di­ka­men­te man ein­nimmt – die­se kann man ent­we­der selbst auf­lis­ten oder ei­nen Me­di­ka­ti­ons­plan vor­le­gen. „Pa­ti­en­ten, die min­des­tens drei Me­di­ka­men­te ein­neh­men, ha­ben ein An­recht dar­auf“, sagt Schen­kel. In dem Plan wer­den elek­tro­nisch al­le ein­ge­nom­me­nen Me­di­ka­men­te auf­ge­lis­tet, der Pa­ti­ent be­kommt ei­nen Aus­druck, und Ärz­te und Apo­the­ker kön­nen die Me­di­ka­men­te über ei­nen Bar­code wie­der aus­le­sen. Aus­ge­stellt wird der Plan vom Haus­arzt.

Was tun, da­mit man nicht die Hälf­te ver­gisst?

Es kann hilf­reich sein, sich vor­her No­ti­zen zu ma­chen. Am bes­ten schreibt man sich die ei­ge­ne Kran­ken­ge­schich­te in Stich­punk­ten auf, emp­fiehlt Schen­kel. Dann lis­tet man die drän­gends­ten Fra­gen auf. Wer ganz si­cher ge­hen will, dass er nichts ver­gisst, kann auch ei­ne Ver­trau­ens­per­son mit zum Ter­min brin­gen. „Vier Oh­ren hö­ren ein­fach mehr als zwei“, sagt Sabine Schwarz, die beim Ärzt­li­chen Zen­trum für Qua­li­tät in der Me­di­zin im Be­reich Pa­ti­en­ten­in­for­ma­ti­on tä­tig ist.

FO­TO: DPA

Wer ei­nen Ter­min beim Fach­arzt hat, soll­te wis­sen, was bis­her schon un­ter­sucht wur­de.

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