„Das En­de ist erst der An­fang“

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Kino/veranstaltungen -

Tief­grau ist der Him­mel, wie leer­ge­fegt die kar­ge Land­schaft. Ei­ne Ge­gend zum Ver­zwei­feln. Mit­ten­drin zwei du­bio­se Ty­pen in ei­nem Pick-Up. Gi­lou (Bou­li Lan­ners) und Cochise (Al­bert Du­pon­tel) sol­len für ih­ren Auf­trag­ge­ber ein Han­dy mit sen­si­blen In­hal­ten fin­den. Die bei­den düs­te­ren Män­ner tref­fen auf ver­schlos­sen-ag­gres­si­ve Hin­ter­wäld­ler, ler­nen ein jun­ges, schutz­lo­ses Pär­chen ken­nen, und zwei­feln bald an ih­rem Auf­trag. Ein Mann, der sich Je­sus nennt, kreuzt ih­re We­ge. Dann er­krankt Gi­lou schwer, und Cochise ver­liebt sich in die ein­sa­me Cla­ra (Su­zan­ne Clé­ment). Und dies ist erst der An­fang ei­ner fast sur­re­al an­mu­ten­den Ge­schich­te, die sich um die gro­ßen Fra­gen von Lie­be, Schuld und Ver­ge­bung dreht.

Dem bel­gi­schen Re­gis­seur Bou­li Lan­ners („El­do­ra­do“) ist das Kunst­stück ge­lun­gen, ei­nen spi­ri­tu­el­len Neo-Wes­tern zu dre­hen, der mit ei­ner gan­zen Ga­le­rie skur­ri­ler Ge­stal­ten auf­war­ten kann. Aber die­se Fi­gu­ren wir­ken nicht lä­cher­lich, son­dern sehr mensch­lich in ih­rem Ver­lan­gen nach Sinn und Er­lö­sung. Ein­mal fragt Gi­lou ei­nen ge­brech­li­chen Pen­si­ons­be­sit­zer (Micha­el Lons­da­le), war­um die­ser sich so viel Mü­he mit sei­nen Pflan­zen ma­che und be­kommt die Ant­wort: „Weil das Le­ben mehr ist als ein­fach zu at­men.“Nach die­sem Mehr­wert, der für al­le Krea­tu­ren gilt, forscht die­ses la­ko­ni­sche Dra­ma auf in­ten­si­ve und den­noch un­ter­halt­sa­me Art und Wei­se. (dpa)

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