So­nett wird 40 Jah­re und fei­ert

Der Bio-Pio­nier für öko­lo­gi­sche Wasch- und Rei­ni­gungs­mit­tel fei­ert Ju­bi­lä­um mit Tag der of­fe­nen Tü­ren

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Salem/deggenhausertal -

(sz) - Mit ei­nem Tag der of­fe­nen Tür hat die Fir­ma So­nett im Deg­gen­hau­ser­tal den Ein­tritt ins Schwa­ben­al­ter ge­fei­ert. Beim Fir­men­ju­bi­lä­um konn­ten Gäs­te le­ben­di­ge Ein­drü­cke in das Un­ter­neh­men er­hal­ten. Ne­ben vie­len Füh­run­gen, gab es auch Was­ser­ex­pe­ri­men­te mit dem In­sti­tut für Strö­mungs­wis­sen­schaf­ten aus Her­ri­schried, ein Duf­t­rät­sel, Sei­fenk­ne­ten für Kin­der so­wie Fil­me, Vor­trä­ge und Mu­sik.

Vor 40 Jah­ren war die Sor­ge und Ver­ant­wor­tung für das Was­ser als Trä­ger al­les Le­ben­di­gen der Aus­gangs­im­puls für die So­nett-Pro­dukt­li­nie. Die Ent­wick­lung der So­nett Wasch- und Rei­ni­gungs­mit­tel geht auf For­schun­gen zu­rück, die der Na­tur­wis­sen­schaft­ler Jo­han­nes Schnorr am In­sti­tut für Strö­mungs­wis­sen­schaf­ten in Her­ri­schried En­de der 1960er Jah­re durch­führ­te. Er zeig­te mit Hil­fe der Tropf­bild­me­tho­de, wie stark das Was­ser be­reits da­mals durch syn­the­ti­sche Wasch­mit­tel­ten­si­de, die von der Na­tur nicht ab­ge­baut wer­den kön­nen, ver­un­rei­nigt war. Der Schock über den Zu­stand des Was­sers gab den Im­puls zur Kon­zep­ti­on ei­nes neu­en um­welt­ver­träg­li­chen Wasch­mit­tels, das ein­hun­dert Pro­zent bio­lo­gisch ab­bau­bar und bei dem der Ein­satz von Roh­stof­fen so spar­sam wie mög­lich ist. Dies war die Ge­burts­stun­de des So­nett-Bau­kas­ten­prin­zips. Denn nur wenn Wasch­mit­tel, Ent­här­ter und Bleich­mit­tel ge­trennt do­siert wer­den, kön­nen die Wasch­sub­stan­zen op­ti­mal ge­nutzt wer­den.

40 Jah­re spä­ter ge­hört So­nett in Deutsch­land zu den Markt­füh­rern für öko­lo­gi­sche Wasch- und Rei­ni­gungs­mit­tel. Das Un­ter­neh­men hat 60 Mit­ar­bei­ter und ver­zeich­net seit Jah­ren zwei­stel­li­ge Wachs­tums­ra­ten. Die Pro­duk­te wer­den welt­weit in 45 Län­dern ver­trie­ben, ne­ben Eu­ro­pa auch nach Ja­pan, Ko­rea, Chi­na, Aus­tra­li­en, Ka­sachs­tan, Ge­or­gi­en und in die USA.

So­zia­les En­ga­ge­ment

Mit dem Um­zug ins Deg­gen­hau­ser­tal im Jahr 1996 wur­de So­nett Nach­bar und Part­ner der Cam­phill Werk­stät­ten Le­hen­hof. Heu­te ar­bei­ten 25 Men­schen mit be­son­de­rem Hil­fe­be­darf vom Le­hen­hof aus­schließ­lich für So­nett. Drei Mit­ar­bei­ter der Le­hen­hof-Werk­stät­ten ar­bei­ten bei So­nett im Be­trieb di­rekt mit – ei­ne Zu­sam­men­ar­beit, die für bei­de Sei­ten als be­rei­chernd er­lebt wird. Dau­er­haf­te Ko­ope­ra­tio­nen be­ste­hen au­ßer­dem mit der Dro­gen­heil­stät­te Sie­ben Zwer­ge, so­wie dem Ge­or­gen­hof, ei­ner Ein­rich­tung für schwer­erzieh­ba­re Kin­der und Ju­gend­li­che.

Die Grund­la­ge der Zu­sam­men­ar­beit bei So­nett und den Aus­gangs­punkt für viel­fäl­ti­ge so­zia­le En­ga­ge­ments bil­det die Über­zeu­gung, dass es heu­te im Wirt­schafts­le­ben we­ni­ger auf Kon­kur­renz und Ei­gen­in­ter­es­se, son­dern viel mehr auf Ko­ope­ra­ti­on und ge­gen­sei­ti­ge För­de­rung an­kommt. Um die­ses We­sen des part­ner­schaft­li­chen Wirt­schaf­tens für die Zu­kunft zu be­wah­ren ist ei­ne ge­mein­nüt­zi­ge Stif­tung Ei­gen­tü­me­rin des Un­ter­neh­mens – durch sie ist das Un­ter­neh­men vor Ver­er­bung und Ver­kauf ge­schützt.

FO­TO: PR

Die Mit­ar­bei­ter freu­en sich über das Fir­men­ju­bi­lä­um.

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