Zeit und Ru­he schen­ken

Ge­schenk­ide­en gibt es vie­le – Blu­men sind im­mer noch die Num­mer eins

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Friedrichshafen -

RE­GI­ON (red) - Die Idee des Mut­ter­tags ent­wi­ckel­te die US-Ame­ri­ka­ne­rin Ann Ma­ria Ree­ves Jar­vis. Sie or­ga­ni­sier­te be­reits im Jahr 1865 die „Mo­thers Day Mee­tings“, auf de­nen sich Müt­ter über ak­tu­el­le Pro­ble­me aus­tau­schen konn­ten.

Er­fin­dung aus den USA The­men wa­ren sei­ner­zeit die Be­kämp­fung der Kin­der­sterb­lich­keit, Miss­stän­de in den Ar­bei­ter­sied­lun­gen, Ge­sund­heits­fra­gen und die Or­ga­ni­sa­ti­on von Haus­halts­hil­fen für Fa­mi­li­en, in de­nen die Mut­ter er­krankt war. Ei­ne ähn­li­che Be­we­gung war die Müt­terF­rie­dens­tag-Initia­ti­ve, die stark po­li­tisch mo­ti­viert war und die Ver­mei­dung von Krie­gen zum Ziel hat­te.

Letzt­lich war es An­na Ma­ria Jar­vis, die Toch­ter der oben er­wähn­ten Vor­den­ke­rin, die am 12. Mai 1907 ein „Me­mo­ri­al Mo­thers Day Mee­ting“ver­an­stal­te­te. Von die­sem Zeit­punkt an war der Mut­ter­tag nicht mehr auf­zu­hal­ten, denn An­na Ma­ria Jar­vis wid­me­te ihr gan­zes En­ga­ge­ment ei­nem of­fi­zi­el­len Mut­ter­tag. Der US-Kon­gress führ­te im Mai 1914 die­sen Fei­er­tag als Zei­chen der Lie­be und Ver­eh­rung der Müt­ter ein. Seit­dem wird an je­dem 2. Sonn­tag im Mai der Mut­ter­tag be­gan­gen.

Krea­ti­vi­tät kommt an Wer sich mit Blu­men und ei­nem Schmuck­stück be­dankt, liegt nie ver­kehrt. Auch Ge­schen­ke für die Schön­heit kom­men be­son­ders gut an, ge­nau wie Selbst­ge­bas­tel­tes. Klei­ne Kin­der bas­teln Kar­ten und klei­ne Ge­schen­ke, grö­ße­re Kin­der und Er­wach­se­ne dür­fen die Ein­tritts­kar­te für den Ki­no­abend nett ge­stal­ten oder den Gut­schein für „zehn­mal Ab­spü­len“an ein Ge­schirr­tuch hef­ten.

Ent­span­nung ist an­ge­sagt Bei al­ler Freu­de über den Mut­ter­tag seh­nen sich vie­le Müt­ter auch da­nach, ein­mal in al­ler Ru­he ein Buch zu le­sen oder ein ent­span­nen­des Schaum­bad zu neh­men, oh­ne dass der Nach­wuchs stän­dig quen­gelt.

Der Mut­ter­tag ist die bes­te Ge­le­gen­heit, der Frau des Hau­ses ein biss­chen Zeit für sich zu gön­nen – zum Bei­spiel, in­dem Pa­pa oder die grö­ße­ren Kin­der mit den klei­nen Ge­schwis­tern auf dem Spiel­platz ver­schwin­den und die Mut­ter al­lein las­sen.

FO­TO: DPA

Am Sonn­tag ist mal wie­der Zeit der Mut­ter ein­fach „Dan­ke“zu sa­gen.

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