Spiel­raum ist be­grenzt

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Nachrichten & Hintergrund - Po­li­tik@schwa­ebi­sche.de

Die nächs­te Bun­des­re­gie­rung soll­te ein Si­gnal der An­er­ken­nung ge­ben an die Men­schen, die den Auf­schwung in Deutsch­land hart er­ar­bei­tet ha­ben. Kleinst­kor­rek­tu­ren an der kal­ten Pro­gres­si­on rei­chen nicht. Die Lohn­stei­ge­run­gen ha­ben da­zu ge­führt, das in­zwi­schen für 6,5 Pro­zent al­ler Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer der Spit­zen­steu­er­satz fäl­lig wird.

Über­zo­ge­ne Ver­spre­chen, die nicht ein­ge­hal­ten wer­den kön­nen, wür­den aber Ent­täu­schung und Ver­druss ver­ur­sa­chen. Von der Flücht­lings­kri­se bis zur äu­ße­ren und in­ne­ren Si­cher­heit – die Auf­ga­ben für den Staat sind ge­wach­sen. Zu­dem wird viel Geld für In­ves­ti­tio­nen in Bil­dung, Di­gi­ta­li­sie­rung und In­fra­struk­tur ge­braucht, da­mit Deutsch­land auch in Zu­kunft stark bleibt. Und ne­ben den Ar­beit­neh­mern hof­fen auch die Un­ter­neh­men auf ei­ne Steu­er­re­form, die ih­re in­ter­na­tio­na­le Wett­be­werbs­fä­hig­keit si­chert.

Der Spiel­raum ist al­so be­grenzt. Um­so wich­ti­ger ist es, ihn klug zu nut­zen – und dem Steu­er­zah­ler nicht im­mer tie­fer in die Ta­sche zu grei­fen.

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