Die Mit­te der Welt

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Szene Am Wochenende -

Deut­sches Ki­no be­steht vor al­lem aus Ko­mö­di­en und his­to­ri­schen Dra­men? Stimmt gar nicht – Ge­schich­ten über das Er­wach­sen­wer­den wer­den von Fil­me­ma­chern hier­zu­lan­de oft so ge­konnt wie ein­fühl­sam er­zählt. Al­ler­dings be­we­gen die­se sich fast im­mer auf klas­si­schem Jun­ge-liebt-Mäd­chen-Ter­ri­to­ri­um. In „Die Mit­te der Welt“, Ver­fil­mung des gleich­na­mi­gen Ju­gend­ro­mans von Andre­as St­ein­hö­fel, ver­liebt sich der 17-jäh­ri­ge Phil (Lou­is Hof­mann) aber so plötz­lich wie selbst­ver­ständ­lich in sei­nen neu­en Mit­schü­ler Ni­cho­las (Jan­nik Schü­mann) – und der ös­ter­rei­chi­sche Re­gis­seur Ja­kob M. Er­wa fängt die­ses Ge­fühls­cha­os mit be­ein­dru­cken­der Bild­spra­che ein. Doch das ist nur ein Aspekt der kom­ple­xen Hand­lung, denn Phils Fa­mi­li­en­le­ben ist nun nicht gera­de all­täg­lich. Phils Mut­ter (Sa­bi­ne Ti­mo­teo) hält herz­lich we­nig von ge­sell­schaft­li­chen Kon­ven­tio­nen und hat ihm und sei­ner Zwil­lings­schwes­ter Di­an­ne (Ada Phi­li­ne Stap­pen­beck) ei­ne tur­bu­len­te Kind­heit be­schert. Die Er­leb­nis­se Phils mit sei­ner Fa­mi­lie, ih­ren Ge­heim­nis­sen und der neu er­wa­chen­den Lie­be wer­den mal lo­cker, mal düs­ter er­zählt und von ei­nem erst­klas­si­gen Sound­track un­ter­legt. Als Ex­tras gibt es In­ter­views mit Darstel­lern und Film­team so­wie kür­ze­re Do­kus. (rot)

12 Jah­re DVD: 13 Eu­ro; Blu-Ray: 16 Eu­ro

FO­TO: TOBIS FILM GM­BH

Sa­mu­el (Omar Sy) steht plötz­lich mit Kind da. Dar­auf­hin krem­pelt der Par­ty­kö­nig sein Le­ben ge­hö­rig um.

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