Streit um Un­ter­halts­vor­schuss droht

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Wir Im Süden -

STUTT­GART (lsw) - In Ba­den-Würt­tem­berg bahnt sich ein Streit um die Kos­ten des Un­ter­halts­vor­schus­ses an. Städ­te und Land­krei­se be­fürch­ten wohl, dass Mil­lio­nen­kos­ten auf sie ab­ge­wälzt wer­den. „Wir ge­hen mo­men­tan da­von aus, dass sich die Kos­ten für den staat­li­chen Un­ter­halts­vor­schuss durch die Aus­wei­tung ver­dop­peln wer­den“, sag­te Chris­ta Hei­le­mann vom Land­kreis­tag den „Stutt­gar­ter Nach­rich­ten“.

Mit dem Un­ter­halts­vor­schuss springt der Staat ein, wenn bei ge­trennt le­ben­den El­tern der un­ter­halts­pflich­ti­ge Ex-Part­ner für sein Kind nicht zahlt. Am 1. Ju­li tritt ei­ne neue Re­ge­lung in Kraft. Dann wird das Kinds­al­ter, bis zu dem der Staat für den Un­ter­halt auf­kommt, von zwölf Jah­ren auf 18 Jah­re an­ge­ho­ben. Zu­dem fällt die Be­gren­zung der Be­zugs­dau­er auf sechs Jah­re weg. 70 Mil­lio­nen Eu­ro pro Jahr kos­tet der Un­ter­halt mo­men­tan in Ba­denWürt­tem­berg. Bund, Län­der und Kom­mu­nen zah­len bis­her je ein Drit­tel. Der Bund hat an­ge­kün­digt, sei­nen An­teil an der Fi­nan­zie­rung von 33 auf 40 Pro­zent zu er­hö­hen. Aber die wei­te­re Auf­tei­lung der zu­künf­tig hö­he­ren Kos­ten ist un­ge­klärt. Ei­ne Spre­che­rin des So­zi­al­mi­nis­te­ri­ums er­klär­te, das Land sei zu Ver­hand­lun­gen mit den Kom­mu­nen be­reit.

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