John­son: Brüs­sel soll Rech­nung für EU-Aus­tritt zah­len

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Nachrichten & Hintergrund -

LON­DON (AFP) - Die Eu­ro­päi­sche Uni­on könn­te nach den Wor­ten des bri­ti­schen Au­ßen­mi­nis­ters Bo­ris John­son am En­de die Rech­nung für den bri­ti­schen EU-Aus­tritt zah­len. Da­für ge­be es „sehr gu­te Ar­gu­men­te“, sag­te John­son in ei­nem In­ter­view mit dem „Dai­ly Te­le­graph“. Es ge­be ge­wis­se Gü­ter, die Groß­bri­tan­ni­en ge­mein­sam mit den üb­ri­gen EUStaa­ten ge­hör­ten und für die Lon­don jah­re­lang ge­zahlt ha­be. Der Wert die­ser Gü­ter müs­se sehr ge­nau be­rech­net wer­den.

Die bis­he­ri­gen Schät­zun­gen über die EU-Aus­tritts­rech­nung an Groß­bri­tan­ni­en wies John­son als „ab­surd“zu­rück. Von EU-Sei­te war bis­lang von zwi­schen 40 und 60 Mil­li­ar­den Eu­ro die Re­de. Die „Fi­nan­ci­al Ti­mes“hat­te kürz­lich be­rich­tet, die Fi­nanz­for­de­rung der EU an die Bri­ten we­gen des Aus­tritts kön­ne sich so­gar auf bis zu 100 Mil­li­ar­den Eu­ro be­lau­fen. „Sie wol­len die­ses Land mit ih­rer Rech­nung aus­blu­ten“, sag­te der Au­ßen­mi­nis­ter da­zu. Am En­de kön­ne Groß­bri­tan­ni­en den Ver­hand­lungs­tisch ver­las­sen, „oh­ne über­haupt et­was zu be­zah­len“.

Der „Dai­ly Te­le­graph“hat­te zu­vor be­rich­tet, dass Lon­don nach bri­ti­schen Schät­zun­gen bei ei­nem EUAus­tritt 10,6 Mil­li­ar­den Eu­ro aus dem Fonds der Eu­ro­päi­schen In­ves­ti­ti­ons­bank so­wie 16,5 Mil­li­ar­den Eu­ro un­ter an­de­rem aus Im­mo­bi­li­en zu­stün­den.

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