Ei­ne wich­ti­ge Ar­beit für die Ge­sell­schaft

Der Vdk-Orts­ver­band fei­ert sein 70-jäh­ri­ges Be­ste­hen mit ei­nem Fest­akt in der Stadt­hal­le

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Markdorf - Von Bri­git­te Wal­ters

- Mit ei­nem Fest­akt und zahl­rei­chen Eh­ren­gäs­ten hat der Orts­ver­band Mark­dorf des So­zi­al­ver­ban­des VdK am Sams­tag in der Stadt­hal­le sein 70-jäh­ri­ges Be­ste­hen ge­fei­ert. Al­le Red­ner stell­ten fest, wie wich­tig und not­wen­dig die Ar­beit des Bun­des­ver­ban­des und des Orts­ver­ban­des als In­ter­es­sen­ver­tre­ter im so­zia­len Be­reich ist.

Im De­zem­ber 1947 wur­de der VdK Orts­ver­band ge­grün­det. Da­mals galt es, sich für die Kriegs­ver­sehr­ten, Wit­wen und Wai­sen ein­zu­set­zen und zu helfen, er­in­ner­te Re­gi­ne Franz an die An­fän­ge. In den ver­gan­ge­nen 70 Jah­ren ha­be sich vie­les in Mark­dorf ge­wan­delt, al­te, kran­ke und be­hin­der­te Men­schen leb­ten mit­ten un­ter uns, ge­hö­ren zum Stadt­bild, stell­te die Vor­sit­zen­de fest. Auch bau­lich ha­be sich et­li­ches ver­än­dert. Vie­le Stel­len in der Stadt wur­den be­hin­der­ten­ge­recht um­ge­baut. Franz dank­te der Stadt für die kos­ten­lo­se Über­las­sung der Stadt­hal­le und da­für, dass im Rat­haus Bil­der des Mund­ma­lers Lars Höl­le­rer aus­ge­stellt wer­den kön­nen.

Mu­si­ka­li­sche wur­de der Fest­akt vom Veeh-Har­fen En­sem­ble der Mu­sik­schu­le Raum­schaft Mark­dorf ge­stal­tet, eben­so von der Mu­sik­grup­pe „Na und“vom Heim Pfingst­weid in Tett­nang. Die Mu­sik­grup­pen auf der Büh­ne sei­en ein wun­der­ba­res Bei­spiel, wie Men­schen mit Be­hin­de­rung und Men­schen oh­ne Be­hin­de­rung ge­mein­sam Freu­de am Mu­si­zie­ren ha­ben, stell­te Bür­ger­meis­ter Ge­org Ried­mann fest. Der VdK sei ei­ne fes­te Grö­ße im so­zia­len Be­reich der Stadt. Im Rat­haus, bei Ver­wal­tung und Ge­mein­de­rat, wer­de der Orts­ver­band wei­ter­hin mit sei­nen An­re­gun­gen und Ide­en auf of­fe­ne Oh­ren tref­fen. Dort ge­be es auch ei­ne An­lauf­stel­le für Bür­ger, die Fra­gen und Pro­ble­me im so­zia­len Be­reich ha­ben. Die Ver­wal­tung sei ser­vice­ori­en­tiert, das ge­hö­re zu ih­ren Auf­ga­ben, glei­ches gel­te für Fra­gen in Sa­che Ren­te.

Soll­ten wei­te­re An­sprech­part­ner not­wen­dig sei­en, wer­de sich die Stadt dem nicht ver­schlie­ßen. Die An­lauf­stel­len im Rat­haus soll­ten mehr pu­blik ge­macht wer­den, wünsch­te sich Vor­sit­zen­de Re­gi­ne Franz.

Lob für neue Aus­rich­tung

Der VdK-Be­zirks­vor­sit­zen­de Uwe Wür­then­ber­ger gra­tu­lier­te für die eh­ren­amt­li­che Ar­beit. Mit­te der 1970er Jah­re ha­be der Ver­band ei­ne wich­ti­ge Än­de­rung vor­ge­nom­men und sich für al­le Men­schen ge­öff­net, um sie bei Fra­gen im so­zia­len Be­reich zu un­ter­stüt­zen. Der Ver­band set­ze sich für die Be­lan­ge der Men­schen ein, wenn es um Ren­te, Be­hin­de­rung, Krank­heit und Pfle­ge ge­he. Ein wei­te­res wich­ti­ges The­ma sei Ar­mut im Al­ter und Kin­der­ar­mut. Die Ar­beit des VdK sei sehr wich­tig, er­klär­te Ul­rich Mül­ler­schön, Lei­ter des Kreis­so­zi­al­am­tes. Zum ei­nen sei die Rechts­be­ra­tung von gro­ßer Be­deu­tung, da die So­zi­al­ge­set­ze im­mer kom­ple­xer wür­den.Der Mit­glie­derZu­wachs sei ein Zei­chen von Ve­r­un­si­che­rung. Zum an­de­ren gel­te es aber auch die Men­schen beim Tref­fen im Orts­ver­band Ge­mein­schaft er­le­ben zu las­sen. Pfar­rer Ul­rich Hund von der ka­tho­li­schen Seel­sor­ge­ein­heit und Adal­bert Kühn­le vom Kir­chen­ge­mein­de­rat der Evan­ge­li­schen Kir­chen­ge­mein­de gra­tu­lier­ten und lob­ten die Ar­beit des Orts­ver­ban­des.

FO­TO: BRI­GIT­TE WAL­TERS

Bür­ger­meis­ter Ge­org Ried­mann über­reicht Re­gi­ne Franz ei­nen Scheck für die wei­te­re Ar­beit des VdK-Orts­ver­ban­des Mark­dorf.

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