Es brennt – erst zur Pro­be, dann im Ernst

Feu­er­wehr übt im Tier­heim Fried­richs­ha­fen und rückt da­nach in die So­lar­stadt aus

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Friedrichshafen - Von An­dy Hein­rich

- „Bis auf Klei­nig­kei­ten, die wir in wei­te­ren Übun­gen bes­ser ma­chen wer­den, hat al­les wun­der­bar ge­klappt. Un­ser recht jun­ges Team hat sich sehr gut ge­schla­gen“: Das hat Zug­füh­rer Phil­ip­pe Le­ge­ay im Rah­men ei­ner Übung im Tier­heim Fried­richs­ha­fen, wo am Mon­tag­abend ein Brand in der Kat­zen­kü­che an­ge­nom­men wur­de, zu sei­nen 15 Ka­me­ra­den ge­sagt. Fast zeit­gleich wur­de die Feu­er­wehr zu ei­nem ech­ten Brand in ei­ner Woh­nung ge­ru­fen (sie­he Kas­ten).

Zu­rück zur Übung: Was war ge­sche­hen? Ge­gen 19.30 Uhr geht bei der Feu­er­wehr Fried­richs­ha­fen über die Leit­stel­le des Land­rats­amt Bo­den­see­kreis ein so­ge­nann­ter F2- Alarm, al­so ei­ne „un­kla­re Rauch­ent­wick­lung“, ein. Zu­vor wa­ren ei­nem Spa­zier­gän­ger Rauch­schwa­den im In­nen­be­reich des Tier­hei­mes auf­ge­fal­len. Be­reits we­ni­ge Mi­nu­ten nach der Alar­mie­rung trifft der zwei­te Zug der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Fried­richs­ha­fen mit Zug­füh­rer Phil­ip­pe Le­ge­ay und sei­nen 15 Ka­me­ra­den samt vier Fahr­zeu­gen ein, um mit sei­nem Stab die Si­tua­ti­on zu ana­ly­sie­ren und zu skiz­zie­ren.

Feu­er in der Kat­zen­kü­che

Kurz dar­auf gibt der Zug­füh­rer ei­ne La­ge­mel­dung in­klu­si­ve den not­wen­di­gen An­wei­sun­gen zur Vor­ge­hens­wei­se der Brand­be­kämp­fung und Per­so­nen­ret­tung wei­ter. Zu die­sem Zeit­punkt be­fin­det sich ein Mensch in der Kat­zen­kü­che, die als Brand- herd schnell aus­ge­macht wird. Un­ter schwe­rem Atem­ge­rät kämp­fen sich die Ein­satz­trupps durch das al­te, ver­win­kel­te und ver­schach­tel­te Haupt­ge­bäu­de, um nach kur­zer Zeit den ver­miss­ten Mit­ar­bei­ter mit Rauch­ver­gif­tung zu ret­ten und zu ver­sor­gen. „Un­ser Ziel ist es, dass al­le drei Zü­ge un­se­rer Wehr das Tier­heim im Rah­men ei­nes Ein­satz­sze­na­ri­os nä­her ken­nen­ler­nen. Ei­ne nicht ein­fa­che Was­ser­ver­sor­gung, die star­ke Ver­rau­chung, die vie­len Gän­ge aber auch ver­ängs­tig­te Tie­re, stell­ten an die Ka­me­ra­den ei­ne gro­ße Her­aus­for­de­rung, die sie bis auf klei­ne­re De­tails gut ab­ge­ar­bei­tet ha­ben“, be­ton­ten Le­ge­ay und Übungs­vor­be­rei­ter Ma­nu­el Koch in ih­rem Re­sü­mee.

Gi­se­la Heim, Lei­te­rin der Ein­rich­tung, zeig­te sich be­ein­druckt und dank­bar: „Für uns ist es enorm wich­tig zu wis­sen, dass die Feu­er­wehr Fried­richs­ha­fen bei ei­nem Brand­fall schnell vor Ort ist und sich mit den nicht ein­fa­chen Ge­ge­ben­hei­ten aus­kennt. Vie­len Dank an al­le, die die­sen Ein­satz mög­lich ge­macht ha­ben.“

Wie schnell aus ei­ner Übung ein Ernst­fall wer­den kann, er­leb­ten die Feu­er­wehr­leu­te üb­ri­gens noch wäh­rend der Ma­nö­ver­kri­tik, als sie zu ei­nem rea­len Brand­alarm in der So­lar­stadt Wig­gen­hau­sen Süd ge­ru­fen wur­den.

FO­TO: AN­DY HEIN­RICH

Feu­er in der Kat­zen­kü­che: ist Zu ei­ner Übung fährt die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr ins Tier­heim Fried­richs­ha­fen.

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