Ab­schied oh­ne Neu­wahl

Deut­sches Ro­tes Kreuz mit er­freu­li­cher Bi­lanz bei der Haupt­ver­samm­lung

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Meersburg - Von Olaf E. Jahn­ke

- Deut­lich mehr als die ak­ti­ven Mit­glie­der des Orts­ver­ban­des Deut­sches Ro­tes Kreuz Meers­burg ha­ben sich am Di­ens­tag zur Haupt­ver­samm­lung im „Letz­ten Hel­ler“ge­trof­fen. Mar­tin Brütsch, Ers­ter Vor­sit­zen­der und frü­he­rer Meers­bur­ger Bür­ger­meis­ter, be­grüß­te die Ver­samm­lung und Gäs­te von der Kreis­be­reit­schafts­lei­tung, der Nach­bar­orts­ver­ei­ne, Ver­tre­ter der Feu­er­wehr und der DLRG.

Brütsch sprach in sei­nem Be­richt über ver­schie­de­ne Vor­stands­tä­tig­kei­ten. Er hob her­vor, dass er­höh­te Auf­la­gen für Fes­te und Open-AirVer­an­stal­tun­gen hö­he­ren Auf­wand be­deu­te­ten. Wei­te­re The­men wa­ren In­stand­set­zungs­plä­ne für das DRK-Heim und ei­ne mög­li­che Nut­zung von Rä­um­lich­kei­ten in der Feu­er­wa­che.

Als Lei­ter der Be­reit­schaft sprach Ste­fan All­wei­er über den Per­so­nal­stand für den Ei­natz­dienst. All­wei­er freu­te sich über sechs Neu­auf­nah­men aus dem Jahr 2016. Au­ßer­dem bi­lan­zier­te er die stol­ze Sum­me von ins­ge­samt fast 900 Di­enst­stun­den, die von den 21 Ak­ti­ven ge­leis­tet wur­den. Das lä­ge auch an den Open-AirDi­ens­ten,

die al­lein mit 300 St­un­den zu Bu­che schlü­gen. All­wei­er be­rich­te­te von 65 Ers­te-Hil­fe-Leis­tun­gen, der Ver­sor­gung von Se­nio­ren, pfle­ge­ri­schen Ein­sät­zen und zahl­rei­chen Ein­sät­zen mit der Schnell­ein­satz­grup­pe. Be­son­de­rer Dank gel­te der Zu­sam­men­ar­beit mit den Nach­bar­or­ten.

Hans-Pe­ter Ko­tyr­ba re­fe­rier­te über drei Blut­spen­de­ter­mi­ne mit er­freu­li­chen 42 Erst­spen­dern un­ter den mehr als 400 Blut­spen­dern. Ko­tyr­ba mach­te dar­auf auf­merk­sam, dass je Ter­min schon 25 Hel­fer be­nö­tigt wür­den. Beim Ar­beits­kreis Blut­spen­de sei­en zahl­rei­che „nicht förm­li­che Hel­fer“en­ga­giert, dar­un­ter vie­le Se­nio­ren. Ins­ge­samt lob­te Ko­tyr­ba die be­son­ders gu­te Zu­sam­men­ar­beit

bei ge­leis­te­ten rund 400 St­un­den. Von über 500 Aus­bil­dungs­stun­den bei in­ter­nen und ex­ter­nen Aus- und Fort­bil­dun­gen be­rich­te­te Aus­bil­dungs­lei­ter Re­ne Mai­er. Man ha­be auch in die­sem Jahr schon zwei Kur­se ab­sol­vie­ren kön­nen, wün­sche sich je­doch ins­ge­samt mehr Ak­ti­vi­tä­ten.

Von Mi­nus zu Plus

Ein stol­zes Er­geb­nis konn­te Kas­sie­rer Marc Ste­fan vor­tra­gen: von Mi­nus 7000 Eu­ro auf ein Plus von 7000 Eu­ro hat es der Orts­ver­band ge­schafft. Ste­fan da­zu: „Ei­ne ver­nünf­ti­ge Er­trags- und Fi­nanz­si­tua­ti­on“. An­de­rer­seits kön­ne man die Re­ser­ve gut ge­brau­chen, denn die Neu­an­schaf­fung ei­nes Fahr­zeugs ste­he an.

Der Kas­sier hat aus be­ruf­li­chen Grün­den dar­um ge­be­ten, dass das Amt bald­mög­lichst von ei­nem Nach­fol­ger über­nom­men wird. Die Kas­sen­prü­fer Bru­no Herp und Dieter Brecht ha­ben die Kas­se ge­prüft und kei­ne Be­an­stan­dung ge­fun­den. Joa­chim Kru­schwitz vom Kreis­ver­band be­an­trag­te die Ent­las­tung des Vor­stan­des, die ein­stim­mig aus­fiel.

Auf der Ta­ges­ord­nung stand auch der Rück­zug des 1. Vor­sit­zen­den Brütsch, als Fol­ge des Ver­lusts des Bür­ger­meis­ter­amts und an­ste­hen­der Be­rufs­neu­ori­en­tie­rung und Orts­wech­sel. Auf Nach­fra­ge der Schwä­bi­schen Zei­tung hieß es vom in Kon­stanz woh­nen­den Brütsch: „Da bit­te ich noch um ein we­nig Ge­duld – bis klar ist, wie die Neu­ori­en­tie­rung end­gül­tig aus­sieht.“Statt Neu­wah­len über­nah­men mit Kon­sens der Ver­samm­lung Da­ni­el Hess und Hans-Pe­ter Ko­tyr­ba den Vor­sitz kom­mis­sa­risch. Dem neu ge­wähl­ten Bür­ger­meis­ter sol­le das Amt nach an­ge­mes­se­ner Ei­n­ar­bei­tungs­zeit an­ge­tra­gen wer­den. Der schei­den­de Mar­tin Brütsch be­dank­te sich für die Un­ter­stüt­zung in den ver­gan­ge­nen Jah­ren und emp­fing ein Dank­ge­schenk vom Orts­ver­band. Ge­wählt wur­den we­gen neu­er For­mer­for­der­nis­se noch sechs Kreis­de­le­gier­te und sechs Stell­ver­tre­ter per Ak­kla­ma­ti­on.

Joa­chim Kru­schwitz sprach in sei­nem Gruß­wort als Prä­si­dent des Kreis­ver­ban­des vom be­son­de­rem En­ga­ge­ment des DRK für Flücht­lin­ge. Er rief da­zu auf, dass mehr Eh­ren­amt­li­che be­nö­tigt wür­den, bei der Nach­bar­schafts­hil­fe, der Be­treu­ung De­menz­kran­ker und dem Haus­not­ruf.

Wei­te­re kur­ze Gruß­wor­te ka­men von den Ver­tre­tern der Feu­er­wehr, des Orts­ver­ban­des Im­men­staad, der DLRG so­wie vom Kreis­ver­band Man­fred Sonn­tag. Be­son­ders er­freut zeig­te sich Sonn­tag über den ge­lun­ge­nen Er­halt des Meers­bur­ger Orts­ver­ban­des, dank per­sön­li­chen En­ga­ge­ments von ei­ni­gen und ge­gen­sei­ti­ger Hil­fe von al­len.

FO­TOS: OLAF E.JAHN­KE

Vor­stand, frü­he­rer ers­ter Vor­sit­zen­der und die Geehr­ten stel­len sich ge­mein­sam mit dem Kreis­ver­bands­prä­si­den­ten zum Fo­to auf (von links): Da­ni­el Hess, Mar­tin Brütsch, Al­bert Kopp, And­re Mai­er, Fran­zis­ka Trunz, Joa­chim Kru­schwitz, Dieter Brecht, Ste­fan All­wei­er, Bru­no Herp und Hans-Pe­ter Ko­tyr­ba.

Ver­bun­den mit Dan­kes­wor­ten gibt’s für den aus dem Amt schei­den­den ers­ten Vor­sit­zen­den, Mar­tin Brütsch (links), ein Ge­schenk. Die­ses über­reicht Ein­satz­lei­ter Ste­fan All­wei­er.

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