För­der­ver­ein strebt Auf­lö­sung im Herbst an

Die 64 Mit­glie­der er­hal­ten Post und kön­nen sich äu­ßern ob sie den Ver­ein fort­füh­ren möch­ten

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Überlingen/stetten/friedrichshafen - Von Ly­dia Schä­fer

– Der För­der­ver­ein Stet­ten wird sich auf­lö­sen. Die gut 20 an­we­sen­den Mit­glie­der des Ver­eins hat­ten das auf ih­rer Jah­res­haupt­ver­samm­lung am Di­ens­tag­abend be­schlos­sen. „Das hat meh­re­re Grün­de“, er­läu­ter­te der Vor­sit­zen­de Si­gurd Gul­de. Zum ei­nen aus Al­ters­grün­den, „aber auch weil der Ver­ein sei­nen Zweck er­füllt hat“. Ge­grün­det wur­de er im Mai 2000 mit der Ziel­set­zung Ju­gend und Sport zu un­ter­stüt­zen so­wie die Er­wei­te­rung der Gym­nas­tik­hal­le, um mehr Sport­an­ge­bo­te er­mög­li­chen zu kön­nen. Der An­bau sei der Kern­punkt der Ver­eins­grün­dung ge­we­sen.

Im Herbst 2006 wur­de mit der Ein­wei­hung der er­wei­ter­ten Hal­le die­ses Ziel er­reicht. In der grö­ße­ren Hal­le ge­be es nun ein brei­te­res sport­li­ches An­ge­bot des Turn- und Sport­ver­eins (TuS). Der TuS ha­be sein An­ge­bot aus­wei­ten kön­nen und die Mit­glie­der­zah­len hät­ten sich ver­dop­pelt. Auch die Fi­nan­zie­rung des Ge­bäu­des, das der Ver­ein mit ei­nem jähr­li­chen Bei­trag von 5000 Eu­ro un­ter­stüt­ze, sei jetzt ab­ge­schlos­sen. Das Ver­eins­ver­mö­gen, das sich in ers­ter Li­nie aus Mit­glieds­bei­trä­gen, Spen­den so­wie Ein­nah­men aus der Tom­bo­la und der Be­wir­tung beim Stet­tener Herbst und der Abrech­nung der Fe­ri­en­spie­le zu­sam­men­setzt, wird mit der Auf­lö­sung ge­schätz­te 7000 Eu­ro be­tra­gen. „Die­ses Geld wird der Ge­mein­de zur Ver­fü­gung ge­stellt“, sagt Gul­de. Al­ler­dings sei es wei­ter­hin zweck­ge­bun­den und soll für Sport­ak­ti­vi­tä­ten ver­wen­det wer­den. Als Bei­spiel nann­te er die Er­rich­tung und den Un­ter­bau ei­nes Mehr­zweck­fel­des am Bolz­platz. Die Mit­glie­der be­schlos­sen, dass 500 Eu­ro zweck­ge­bun­den für die Fe­ri­en­spie­le ver­blei­ben sol­len. Ins­ge­samt hat der Ver­ein 64 Mit­glie­der und da die Sat­zung vor­sieht, dass der Ver­ein nicht auf­ge­löst wer­den kann, wenn sich min­des­tens sie­ben Mit­glie­der fin­den, die den Ver­ein fort­füh­ren möch­ten, wer­den im nächs­ten Schritt sämt­li­che Mit­glie­der an­ge­schrie­ben und um ein Vo­tum ge­be­ten. Wer­den die Brie­fe in ei­ner ge­wis­sen Zeit nicht be­ant­wor­tet, heißt das, dass man für die Auf­lö­sung stimmt. Soll­te dem Amts­ge­richt das An­schrei­ben für ei­ne Auf­lö­sung nicht rei­chen, wer­de man im Herbst noch­mals zu ei­ner au­ßer­or­dent­li­chen Mit­glie­der­ver­samm­lung ein­la­den.

„Da wir in die­sem Jahr noch­mals die Abrech­nung der Fe­ri­en­spie­le über­neh­men, kann der Ver­ein erst im An­schluss, al­so ir­gend­wann im Herbst, auf­ge­löst wer­den“, er­klärt Gul­de die wei­te­re Vor­ge­hens­wei­se. Die An­we­sen­den vo­tier­ten ein­stim­mig da­für. Für die­ses Jahr sol­len aber kei­ne Mit­glie­der­bei­trä­ge mehr ein­ge­zo­gen wer­den. Da der Stet­tener Herbst nun nicht mehr statt­fin­den wird, wür­de zu­dem die Haupt­ein­nah­me­quel­le des Ver­eins weg­fal­len, er­läu­tert Gul­de wei­ter. Im Rück­blick ga­ben Schrift­füh­re­rin Hei­ke Bi­sch­off und Kas­sie­rer Wal­ter Dom­ni Aus­kunft über Jah­res­ak­ti­vi­tä­ten und Kas­sen­ab­schlüs­se aus den Jah­ren 2015 und 2016. Der Ver­ein ha­be die Spen­den­ta­fel wie­der mon­tiert, man ha­be Hel­fer­fes­te ver­an­stal­tet und den Stet­tener Herbst wie be­schrie­ben mit­ge­stal­tet. Die Kas­se konn­te in bei­den Jah­ren mit ei­nem Ha­ben ab­ge­schlos­sen wer­den. Im Jahr 2015 ins­ge­samt mit gut 18.000 Eu­ro und Jahr 2016 mit 16.600 Eu­ro. Nch der Ent­las­tung des Vor­stan­des ist die­ser ge­schlos­sen zu­rück­ge­tre­ten.

FO­TO: LYS

Der Vor­stand des För­der­ver­eins Stet­ten möch­te den Ver­ein auf­lö­sen. (von links) Birgit Land­graf und Ute Re­chert (bei­de Bei­sit­zer), Hei­ke Bi­sch­off (Schrift­füh­rer­ein), Wal­ter Dom­ni (Kas­sie­rer), Si­gurd Gul­de (Vor­sit­zen­der) so­wie die Bei­sit­ze­rin­nen Ul­la Kraus, Re­gi­na Schle­cker und Patri­cia Mil­ler.

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