Ram­pe zur Un­ter­stadt­stra­ße sorgt für Un­mut

Aus­schuss für Um­welt und Tech­nik stimmt dem An­trag nur knapp zu – Hei­ße Dis­kus­si­on über Neu­bau

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Meersburg/überlingen -

(mw) - Zwei Bau­an­trä­ge und ei­ne Bau­vor­an­fra­ge hat der Aus­schuss für Um­welt und Tech­nik der Stadt Meers­burg in jüngs­ter Sit­zung dis­ku­tiert und be­schie­den. Den bau­li­chen Ve­rän­de­run­gen an dem be­ste­hen­den Ge­bäu­de an der Un­ter­stadt­stra­ße 4 stimm­ten die Aus­schuss­mit­glie­der bei sechs „Ja“und fünf „Nein“nur knapp zu. Ge­plant ist ein Las­ten­auf­zug, ei­ne Ram­pe in Rich­tung Un­ter­stadt­stra­ße so­wie das Dach neu zu de­cken und das Haus brand­schutz­tech­nisch über ei­nen Flucht­bal­kon mit Trep­pe auf­zu­rüs­ten.

St­ein des An­sto­ßes war vor al­lem die laut Plan zwei Me­ter in den öf­fent­li­chen Raum ra­gen­de Ram­pen­an­la­ge. Die ver­stößt nach An­ga­ben von Stadt­bau­meis­ter Mar­tin Do­er­ries ge­gen die Gestal­tungs­sat­zung und wä­re nur aus­nahms­wei­se ge­stat­tet, wenn sie Stadt­bild und Stra­ßen­raum nicht be­ein­träch­tigt. We­gen der Be­stuh­lung auf dem Nach­bar­grund­stück sieht er au­ßer­dem die Si­cher­heit ge­fähr­det. Auch mit den Aus­füh­run­gen des Bal­kons war er nicht ein­ver­stan­den.

„Ich bin ge­spannt wie das Land­rats­amt re­agiert“, sag­te Do­er­ries hin­sicht­lich der ein­ge­reich­ten Be­den­ken. Die Ram­pe ma­che nur Sinn, um das An­ti­qui­tä­ten­ge­schäft im Un­ter­ge­schoss zu er­rei­chen. Es han­de­le sich um drei Stu­fen, so Do­er­ries auf Nach­fra­gen von Pe­ter Schmidt (CDU) zum Ram­pen­um­fang.

Bür­ger­meis­ter Ro­bert Sche­rer er­läu­ter­te, die Ram­pe fal­le un­ter den Be­reich Son­der­nut­zung und müs­se so­wie­so se­pa­rat be­han­delt wer­den. Der Aus­schuss stimm­te knapp für die üb­ri­gen be­an­trag­ten Maß­nah­men. Der Be­schluss sieht vor, dass wei­te­re recht­li­che Vor­ga­ben zum Bei­spiel zum Brand­schutz, zur Ver­kehrs­si­cher­heit oder zur Gestal­tungs­sat­zung „un­be­dingt ein­zu­hal­ten sind.“

Heiß dis­ku­tiert wur­de auch die Bau­vor­an­fra­ge auf Ab­bruch ei­nes Be­stands­ge­bäu­des und Neu­bau ei­nes Wohn- und Be­triebs­ge­bäu­des an der Stet­ten­er­stra­ße 53. Auch wenn die zwei­te vor­lie­gen­de Fas­sung sich durch Glie­de­rung in zwei Bau­kör­per städ­te­bau­lich bes­ser ein­passt, miss­fie­len die Aus­ma­ße. „Über­di­men­sio­niert“, mein­te bei­spiels­wei­se Pe­ter Schmidt (CDU). Mar­kus Wai­bels Vor­stoß, den Ver­bin­dungs­bau zwi­schen den bei­den Bau­ten mit ei­ner „Glas-Stahl-Kon­struk­ti­on“trans­pa­ren­ter zu ge­stal­ten, folg­ten sei­ne Kol­le­gen. Es müs­se ei­nen kom­plett ver­glas­ten Zwi­schen­bau und ein be­grün­tes Flach­dach ge­ben, fass­te Bür­ger­meis­ter Ro­bert Sche­rer die Vor­ga­ben für die Vor­aus­set­zun­gen der Zu­stim­mung zu­sam­men. Ab­ge­stimmt wur­de mit neun „Ja“-Stim­men, ei­nem „Nein“von Heidrun Fun­ke (Grü­ne) und ei­ner Ent­hal­tung.

Au­ßer­dem ge­neh­mig­te der Aus­schuss das Nach­trags­bau­ge­such für zwei wei­te­re Ga­ra­gen und klei­ne­re Ve­rän­de­run­gen im Haupt­ge­bäu­de an der Sonn­hal­de 21. Am En­de sol­len sechs Wohn­ein­hei­ten und acht­zehn Ga­ra­gen zur Ver­fü­gung ste­hen. Heidrun Fun­ke ver­sag­te ihr Ein­ver­neh­men, Mar­kus Wai­bel und Phil­ipp Wurs­ter (FWV) ent­hiel­ten sich.

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