„Zum Sai­son­en­de bleibt der Spaß auf der Stre­cke“

Fuß­ball: Per­so­nel­le Sor­gen beim VfB Fried­richs­ha­fen vor Lan­des­li­ga-Der­by ge­gen TSV Eschach (Sams­tag, 15.30 Uhr)

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Lokalsport - Von Klaus Eich­ler

- Für bei­de Mann­schaf­ten geht es am be­vor­ste­hen­den 28. Spiel­tag der Fuß­ball-Lan­des­li­ga um nichts mehr. Und den­noch ist es ein Der­by, wenn der VfB Fried­richs­ha­fen am Sams­tag (20. Mai, Spiel­be­ginn 15.30 Uhr) im Zep­pe­lin-Sta­di­on zum vor­letz­ten Heim­spiel auf den TSV Eschach trifft.

So lang­sam ge­hen dem VfB die Spie­ler aus. „Wir ge­hen per­so­nell so am Stock“, sagt VfB-Trai­ner Chris­ti­an Wu­che­rer: „Ich bin sel­ber ge­spannt, ob ich über­haupt elf Spie­ler zu­sam­men­brin­ge“. Der Häf­ler Übungs­lei­ter ist froh, dass es zum Sai­son­en­de um nichts mehr geht. Das heißt, der VfB hat vor den drei ab­schlie­ßen­den Spie­len viel Luft nach oben und un­ten.

Da­ni­el Di Leo muss­te sich un­ter der Wo­che ei­nem längst fäl­li­gen Ein­griff un­ter­zie­hen, Ugur Tun­cay macht sich am Sams­tag auf in Rich­tung Hei­mat, Se­mih De­niz ist pri­vat ver­hin­dert. „Zum Sai­son­en­de bleibt der Spaß auf der Stre­cke“, sagt Wu­che­rer. „Da­zu kommt ei­ne mä­ßi­ge Trai­nings­be­tei­li­gung“, be­klagt Wu­che­rer. Es ist ein Der­by. Das Hin­spiel hat der VfB 0:2 ver­lo­ren. Chris­ti­an Wu­che­rer möch­te we­nigs­tens Ta­bel­len­platz vier ver­tei­di­gen. „Das aber ist mit die­sem Mi­ni­auf­ge­bot il­lu­so­risch“, meint der Fuß­ball­trai­ner und fügt hin­zu: „Das ist de­pri­mie­rend, nagt an mir und macht wie ge­sagt nicht ganz so­viel Spaß.“

In et­wa ähn­lich sieht es beim Ta­bel­len­sieb­ten TSV Eschach aus. Eschach ist als Auf­stei­ger die Über­ra­schung der Sai­son. Auch Trai­ner Jens Rä­del pla­gen per­so­nel­le Pro­ble­me, auch ihm ge­hen die Spie­ler aus. „Uns geht es ähn­lich“, be­tont Rä­del. Patrick Ka­pel­len la­bo­riert an ei­nem Bän­der­riss, Fa­bio Frank hat ein Kap­sel­pro­blem, Ma­nu­el Ru­ess ist stu­di­ums­be­dingt nicht an­we­send. Und ob To­bi­as Weiß, der die­se Wo­che nicht trai­nie­ren konn­te, auf­lau­fen kann, ist mehr als frag­lich. „Al­les Leis­tungs­trä­ger, die mir feh­len wer­den“, sagt Rä­del.

La­ge in Eschach ist ent­spann­ter

Jetzt wo aber der Klas­sen­er­halt in tro­cke­nen Tü­chern ist, sieht man die La­ge beim TSV Eschach et­was ent­spann­ter. Der TSV müs­se nicht mehr um je­den Punkt kämp­fen, „trotz­dem ha­ben wir uns noch Zie­le ge­setzt“, ver­rät Rä­del. Ein rea­lis­ti­sches Ziel wä­re der Vor­stoß auf Ta­bel­len­platz vier, da wo jetzt der VfB steht – was mit ei­nem Sieg durch­aus mög­lich wä­re. Denn soll­te das Spiel zwi­schen dem ak­tu­ell Sechs­ten FV Ra­vens­burg II und dem Fünf­ten SV Keh­len kei­nen Sie­ger se­hen, wä­re das im Fal­le ei­nes Sie­ges des TSV Eschach mög­lich. „so­weit nach vor­ne muss es aber nicht sein“, be­tont Rä­del, „ei­nen Platz wol­len wir aber schon noch gut­ma­chen“. Für Mo­ti­va­ti­on auf Sei­ten der Gäs­te ist al­so ge­sorgt.

Über­haupt hat der TSV Eschach ei­ne er­staun­li­che Ent­wick­lung ge­nom­men. In der Sai­son 2014/2015 muss­te der TSV in der Be­zirks­li­ga in die Ab­stiegs­re­le­ga­ti­on. „Die Mehr­zahl der Spie­ler die vor zwei Jah­ren da­bei wa­ren, sind am mo­men­ta­nen Er­folg be­tei­ligt“, sagt Rä­del und fährt fort:, „Und die ha­ben ei­ne un­heim­li­che Ent­wick­lung ge­nom­men.“

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