Re­prä­sen­ta­ti­ver Neu­bau mit Vor­bild­cha­rak­ter

Am neu­en Fir­men­sitz in der Häf­ler Ot­to-Li­li­en­thal-Stra­ße lebt das Un­ter­neh­men die Nach­hal­tig­keit

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Sport -

FRIED­RICHS­HA­FEN (msp) - Er ist ein ech­ter Blick­fang in der Um­ge­bung des Häf­ler Flug­ha­fens: der neue Fir­men­sitz der Fir­ma Hör­mann. Nach­dem der Platz am bis­he­ri­gen Stand­ort nicht mehr aus­reich­te, hat­te sich das Un­ter­neh­men zur Um­sied­lung in die Ot­to-Li­li­en­thal-Stra­ße ent­schie­den.

„Wir sind mit gro­ßem En­thu­si­as­mus ge­star­tet“, er­in­nert sich Uwe Ritz­al – der Ar­chi­tekt hat­te den vier­ge­schos­si­gen Bau ge­plant. Er spricht ge­gen­über un­se­rer Zei­tung von ei­nem „mu­ti­gen Ent­wurf“– und freu­te sich be­son­ders dar­über, dass das Un­ter­neh­men so­fort da­von über­zeugt war. Über­zeu­gungs­ar­beit war für den Ar­chi­tek­ten nicht not­wen­dig.

Dem Un­ter­neh­men ste­hen nun 1000 Qua­drat­me­ter in der Werk­statt­hal­le so­wie ins­ge­samt 900 Qua­drat­me­ter Bü­ro­flä­che in den drei Ober­ge­schos­sen zur Ver­fü­gung. „Der Raum für das neue Ob­jekt war be­grenzt vom Flug­ha­fen auf der ei­nen Sei­te und der Stra­ße auf der an­de­ren Sei­te“, er­läu­tert der Ar­chi­tekt. Man ent­schied sich da­für, die Werk­statt in Rich­tung Flug­ha­fen zu le­gen, da­mit der Bau­kör­per mit den Bü­ro­eta­gen als re­prä­sen­ta­ti­ve Er­schei­nung zur Stra­ße hin wir­ken kann. Be­son­ders re­prä­sen­ta­tiv wird der Fir­men­sitz auch da­durch, dass un­ter an­de­rem die Fas­sa­den­ge­stal­tung von der Fir­ma Hör­mann selbst rea­li­siert wur­de (sie­he Kas­ten un­ten).

Im Erd­ge­schoss wird auf 400 Qua­drat­me­tern die Aus­stel­lung „Im­pul­se“un­ter­ge­bracht (sie­he Ar­ti­kel links). „Das Erd­ge­schoss sucht Trans­pa­renz“, er­läu­tert Ritz­al sei­nen Ent­wurf: Das voll­ver­glas­te Erd­ge­schoss ver­mit­telt Trans­pa­renz, eben pas­send für ei­ne Aus­stel­lungs­flä­che. Dar­auf auf­ge­setzt ist der Bau­kör­per mit den Bü­ro­eta­gen – er­stellt aus Ort­be­ton. Auf­grund des Bau­grun­des wa­ren Son­der­grün­dungs­maß­nah­men mit Rüt­tel­stopf­säu­len und ei­ne last­ver­tei­len­de Bo­den­plat­te not­wen­dig.

Mu­tig ist der Ent­wurf auch des­halb, weil die Be­ton­flä­chen im In­ne­ren sicht­bar blei­bend ver­sie­gelt wur­den. „Das Mo­bi­li­ar bil­det ei­nen in­ter­es­san­ten Kon­trast zum In­dus­trie­bau in Be­to­n­op­tik“, sagt Ritz­al zur In­nen­ge­stal­tung. Atem­be­rau­bend der An­blick von au­ßen, span­nend aber auch der Blick aus den Bü­ro­fens­tern auf das Flug­ha­fen­are­al – be­wusst vom Ar­chi­tek­ten so ein­ge­plant.

Das „Team Hör­mann“ist en­ger Part­ner für al­le, die auf die Ener­gie­wen­de set­zen möch­ten – und lebt dies in sei­nem neu­en Ge­bäu­de vor. Auf dem be­grün­ten Dach wird ei­ne Pho­to­vol­ta­ik-An­la­ge in­stal­liert. Als Ener­gie­haus Plus „ar­bei­tet“das Ge­bäu­de und die Pro­duk­ti­on kom­plett aut­ark, oh­ne Strom von au­ßen zu be­nö­ti­gen. „Wir wol­len den Um­welt­schutz­ge­dan­ken hier kon­se­quent auch le­ben“, sa­gen Mar­kus und Da­nie­la Hör­mann. Ein Be­leg da­für ist die ei­ge­ne Strom-Tank­stel­le, die am neu­en Fir­men­sitz er­stellt wur­de. Das ers­te Elek­tro­fahr­zeug ist be­reits ein­ge­trof­fen, nach und nach soll der ge­sam­te Fuhr­park auf E-Mo­bi­le um­ge­stellt wer­den. Auch Plas­tik­fla­schen ge­hö­ren bei Hör­mann der Ver­gan­gen­heit an. „Da war es für uns klar, dass wir auch bei der Er­öff­nungs­fei­er kein Plas­tik­ge­schirr ein­set­zen, son­dern ei­nen Ca­te­rer ha­ben, der mit rich­ti­gem Ge­schirr ar­bei­ten wird“, fügt Da­nie­la Hör­mann an.

FO­TOS: PR

Ein be­ein­dru­cken­der Bau: der neue Fir­men­sitz von „Team Hör­mann“in der Ot­to-Li­li­en­thal-Stra­ße 30 in Fried­richs­ha­fen.

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