Pro­zess­kos­ten min­dern Erb­schaft­steu­er

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Geld & Service -

(dpa) - Er­ben, die ei­nen Rechts­streit um den Nach­lass füh­ren, dür­fen die ent­stan­de­nen Pro­zess­kos­ten als Nach­lass­ver­bind­lich­kei­ten gel­tend ma­chen. Dies geht aus ei­nem Ur­teil des Fi­nanz­ge­richts Düsseldorf (Az.: 4 K 509/16) her­vor. Die Fol­ge für Er­ben: „Da­mit lässt sich die Erb­schaft­steu­er ver­rin­gern“, er­klärt Isa­bel Klo­cke vom Bund der Steu­er­zah­ler.

Ge­ne­rell gilt: Sämt­li­che Kos­ten, die im Zu­sam­men­hang mit der Ab­wick­lung, Ver­tei­lung und Re­ge­lung des Er­bes ste­hen, kön­nen als Nach­lass­ver­bind­lich­kei­ten von der Erb­schaft­steu­er ab­ge­zo­gen wer­den. Das be­deu­tet: Der Pro­zess muss in un­mit­tel­ba­rem Zu­sam­men­hang zum Er­be ste­hen, da­mit die Pro­zess­kos­ten als Nach­lass­ver­bind­lich­keit ak­zep­tiert wer­den. Der Aus­gang des Rechts­streits ist für den Steu­er­ab­zug un­er­heb­lich. Pro­zess­kos­ten kön­nen auch steu­er­lich gel­tend ge­macht wer­den, wenn der zi­vil­recht­li­che Streit er­folg­los ist.

Auch wenn das Fi­nanz­amt ge­gen das Ur­teil des Fi­nanz­ge­richts Düsseldorf Re­vi­si­on ein­ge­legt hat, soll­ten Er­ben in ähn­li­chen Fäl­len Pro­zess­kos­ten gel­tend ma­chen.

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