Oba­ma mit Mer­kel am Bran­den­bur­ger Tor

Schwaebische Zeitung (Markdorf) - - Erste Seite - Ba­rack Oba­ma: An­ge­la Mer­kel:

Zu Be­ginn des Evan­ge­li­schen Kir­chen­tags in Berlin hat der ehe­ma­li­ge US-Prä­si­dent Ba­rack Oba­ma mit Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) ein öf­fent­li­ches Ge­spräch über christ­li­chen Glau­ben ge­führt. Am Fu­ße des Bran­den­bur­ger Tors dis­ku­tier­ten die bei­den vor Zehn­tau­sen­den Zu­schau­ern über die Not­wen­dig­keit zur Aus­ba­lan­cie­rung von Barm­her­zig­keit und na­tio­na­len In­ter­es­sen. Der 44. Prä­si­dent der USA wur­de für sei­ne Nach­denk­lich­keit ge­fei­ert, die sich von vie­lem un­ter­schei­det, was die­ser Ta­ge aus dem Wei­ßen Haus zu ver­neh­men ist.

„Die Wel­t­ord­nung be­fin­det sich am Schei­de­weg.“

„Wir müs­sen dar­an glau­ben, dass wir Din­ge ver­bes­sern kön­nen, dass wir Men­schen mit Güte und To­le­ranz be­han­deln kön­nen, dass wir Grä­ben über­brü­cken kön­nen zwi­schen den Völ­kern, zwi­schen den Re­li­gio­nen und dass wir un­ter ei­nem gü­ti­gen Gott le­ben. Das hat mich wäh­rend mei­nes gan­zen Ar­beits­le­bens, wäh­rend mei­nes gan­zen Le­bens, an­ge­trie­ben.“

„Ich kann mir kei­nen wich­ti­ge­ren Be­ruf vor­stel­len als Leh­rer.“

„Den Kampf, den ich ge­führt ha­be, den Frau Mer­kel ge­führt hat, ist, dass in den Au­gen Got­tes ein Kind auf der an­de­ren Sei­te der Gren­ze ge­nau­so viel Barm­her­zig­keit ver­dient wie ein Kind auf un­se­rer Sei­te der Gren­ze. Aber wir sind eben auch die Staats­chefs von Län­dern, und wir ha­ben ei­ne Ver­ant­wor­tung ge­gen­über den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern in­ner­halb un­se­rer Gren­zen.“

„Ich bin sehr stolz auf mei­ne Ar­beit als Prä­si­dent.“

„Ich ha­be mich als Staf­fel­läu­fer ge­se­hen als Prä­si­dent. Und ich ha­be mei­nen Teil des Ren­nens ab­sol­viert, und jetzt ha­be ich den Stab über­ge­ben an den nächs­ten Läu­fer.“

„In der De­mo­kra­tie ist Kom­pro­miss un­um­gäng­lich.“

„Ich ver­mu­te, Lu­ther, wenn er die ka­tho­li­sche Kir­che heu­te ge­se­hen hät­te, wür­de sich auch für Öku­me­ne aus­spre­chen.“ „Wir sind zur Frei­heit be­ru­fen. Aber je­der ist zur Frei­heit be­ru­fen. Und mei­ne Frei­heit ist nicht un­end­lich, son­dern durch die Frei­heit des an­de­ren be­grenzt.“

„Ich hat­te schon mei­ne Plä­ne ge­macht, wie ich nach dem Ein­tritt ins Ren­ten­al­ter end­lich nach Ame­ri­ka rei­se. Es ist frü­her pas­siert.“(dpa)

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